Frankreich

Marina Owsjannikowa: Ermittlungen wegen „mutmaßlicher Vergiftung“ der russischen Journalistin

Französischen Medien zufolge hat die Pariser Staatsanwaltschaft eine Untersuchung wegen des mutmaßlichen Giftanschlags auf Marina Owsjannikowa eingeleitet.

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ARCHIV - Marina Owsjannikowa (r) mit einem Protestplakat mit der Aufschrift Stoppt den Krieg

ARCHIV - Marina Owsjannikowa (r) mit einem Protestplakat mit der Aufschrift Stoppt den Krieg

© Social Media

Die französischen Justizbehörden haben am Donnerstag eine Untersuchung wegen „mutmaßlicher Vergiftung“ der russischen Journalistin Marina Owsiannikowa angekündigt.

Wie französische Medien berichteten, fühlte sich die Journalistin unwohl, nachdem sie ein nicht identifiziertes Pulver vor ihrer Pariser Wohnungstür entdeckt hatte. Nach Angaben einer anderen mit der Angelegenheit vertrauten Quelle behauptete sie, vergiftet worden zu sein. Es wurde eine Untersuchung eingeleitet und es wurden Proben entnommen.

Die durch eine Live-Protestaktion im Fernsehen weltweit bekannt gewordene Journalistin ist Anfang Oktober in Abwesenheit zu ihrer bislang härtesten Strafe verurteilt worden. Wie die Staatsanwaltschaft in Moskau mitteilte, verhängte ein Gericht in der Hauptstadt am Mittwoch gegen Owsjannikowa eine achteinhalbjährige Haftstrafe wegen „Verbreitung von Falschinformationen“ über die Armee. In dem Verfahren ging es um eine Protestaktion im Juli 2022, bei der Owsjannikowa allein in der Nähe des Kremls demonstriert hatte.

Protest in TV-Sendung: Owsjannikowa hielt Schild hoch

Owsjannikowa hatte damals ein Schild hochgehalten, auf dem sie die militärische Intervention in der Ukraine und den russischen Präsidenten Wladimir Putin kritisierte. Im März 2022 war Owsjannikowa während der Sendung eines TV-Senders hinter der Nachrichtensprecherin aufgetaucht, hatte ein Protestplakat in die Kamera gehalten - und so weltweite Aufmerksamkeit erregt.

Im Oktober 2022 floh die heute 45-Jährige aus dem Hausarrest mit ihrer Tochter aus Russland. Die Journalistin hält sich nach Angaben in ihrem Nutzerkonto im Online-Dienst Instagram derzeit in Frankreich auf.

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