Ultra-Rennen

Last Soul Ultra: Deutscher Extremläufer El Ousrouti gibt nach der 623 Kilometern auf

Nach 623 Kilometern konnte Ayyoub El Osrouti nicht mehr weiterlaufen. Der Sieg ging an den US-Amerikaner Mark Dowdle. So verlief das Rennen.

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Das Ultra-Rennen „Last Soul Ultra“ fand im „Fursten Forest“ in Fürstenau statt.

Das Ultra-Rennen „Last Soul Ultra“ fand im „Fursten Forest“ in Fürstenau statt.

© David Ebener/dpa

Beim Last Soul Ultra 2026 hat der deutsche Ultraläufer Ayyoub El Osrouti in der 94. Stunde aufgegeben. Nach 623 Kilometern streikten seine Beine. Der Sieg ging damit an den US-Amerikaner Mark Dowdle.

Seit dem Freitag zuvor hatten sich 169 Starterinnen und Starter durch den Fürsten Forest im niedersächsischen Fürstenau gekämpft. Am Ende blieben nur zwei übrig. Ihr Duell dauerte so lange, dass es laut Veranstalter einen Rekord auf deutschem Boden bedeutet.

Was ist der Last Soul Ultra?

Der Last Soul Ultra folgt dem sogenannten Backyard-Prinzip. Für jede Runde von 6,7 Kilometern haben die Läufer nach Angaben des Veranstalters genau eine Stunde Zeit. Sobald die Stunde vorbei ist, startet die nächste Runde – unabhängig davon, wie erschöpft jemand ist.

Wer es nicht rechtzeitig zurück an die Startlinie schafft, scheidet aus. Für Schlaf oder längere Pausen bleibt in diesem Rhythmus kaum Raum.

So läuft das Feld Stunde um Stunde weiter, bis am Ende nur noch ein Mensch übrig ist. Diese Person gewinnt – als „letzte Seele“, die dem Rennen seinen Namen gibt.

Nicht Geschwindigkeit entscheidet, sondern die Fähigkeit, immer wieder anzutreten. Wer 24 Runden schafft, ist einen ganzen Tag unterwegs – El Osrouti und Dowdle liefen fast das Vierfache.

Vier Tage im Wald: Wie das Rennen im Fürsten Forest verlief

Nach und nach lichtete sich das Feld. In den letzten 14 Stunden waren nur noch zwei Läufer im Rennen, nachdem der Drittplatzierte am späten Montagabend ausgeschieden war.

Übrig blieben der US-Amerikaner Mark Dowdle und der Deutsche Ayyoub El Osrouti. Am Dienstagmittag fiel die Entscheidung.

In der 94. Runde war für „Ello“ El Osrouti Schluss. Am Ende seiner Kräfte kämpfte er um jeden einzelnen Schritt, bevor er völlig entkräftet aufgab. Dowdle brachte die entscheidende Runde noch zu Ende. Damit war er die letzte Seele im Fürsten Forest.

623 Kilometer und ein Rekord auf deutschem Boden

Gemeinsam rissen die beiden Männer 93 Runden ab, also 93 Stunden am Stück. Das entspricht rund 623 Kilometern pro Läufer. Laut Veranstalter ist das ein Rekord auf deutschem Boden.

Für El Osrouti bedeutete das Aus in der 94. Runde zwar das Ende seines Rennens. Dass er 93 Runden ohne Aufgabe durchgehalten hatte, gilt in der Ultraszene dennoch als Ausnahmeleistung.

Wer sind Mark Dowdle und Ayyoub El Osrouti?

Mark Dowdle ist US-Amerikaner und der Gewinner des Last Soul Ultra 2026. Nach dem Rennen bedankte er sich bei seinem Mitstreiter. Beide hätten sich gegenseitig an ihr Limit und darüber hinaus getrieben, so der Sieger sinngemäß.

Über El Osrouti hieß es im Live-Kommentar des Laufevents, sein Durchhaltevermögen habe ihn in die Riege der international besten Ultraläufer katapultiert.

Extremläufe mit Rekordcharakter

Der Last Soul Ultra reiht sich in eine Serie außergewöhnlicher Laufleistungen ein, über die zuletzt berichtet wurde.

So knackte die Extremsportlerin Joyce Hübner einen Weltrekord mit 367 Marathons an 367 Tagen. Die Läufer Dominik Singer und Antony Horyna waren dem Sender zufolge 55 Tage und rund 6500 Kilometer vom Senegal bis nach Osterode unterwegs.

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