In der Markthalle Neun gibt es ein breites Street-Food-Angebot.
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Die Markthalle Neun an der Eisenbahnstraße feiert pünktlich zum Festival auch ihr fünfjähriges Jubiläum. Als im Jahr 2011 drei junge Enthusiasten für regionales Essen den Zuschlag vom Senat erhielten, galt das damals als Sensation. Erstmals wurden nicht Investoren ausgewählt, die das meiste Geld boten. Bernd Maier und Florian Niedermeier, beide aus Augsburg und in Berlin bekannt als Betreiber des Restaurants „Meierei“ in Prenzlauer Berg, bekamen gemeinsam mit dem Kreuzberger Nikolaus Driessen die Verantwortung für die 125 Jahre alte, historische Markthalle übertragen.
Alternative Lebensmittelkonzepte
Seither basteln sie erfolgreich an alternativen Konzepten zur industriellen Lebensmittelindustrie. In der Halle selbst gibt es zehn Produktionsstätten: eine Metzgerei, im Keller wird Bier gebraut, vor Ort werden Fleisch und Fisch geräuchert, es wird Honig geschleudert und Brot gebacken. Fragen wie „Schmeckt man die Herkunft des Honigs heraus?“ oder „Gibt es wirklich glückliche Schweine?“ können am Wochenende direkt bei den Produzenten geklärt werden.
Street Food Thursday
Immer donnerstagabends trifft man sich in der Halle zum Street Food Thursday, dienstags, freitags und sonnabends bieten Markthändler und Bauern aus der Region ihre Waren an und sonntags gibt es spezielle Events wie den Naschmarkt oder Käsefeste.
In der Markthalle Neun gibt es etwas für jeden Geschmack.
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Beim Stadt-Land-Food-Festival an diesem Wochenende geht es grundsätzlich darum, wie unsere Lebensmittel produziert werden. Das Bündnis „Meine Landwirtschaft“, das aus 50 Verbraucherschutz- und Entwicklungshilfe-Initiativen besteht, veranstaltet dazu am Freitag einen Kongress. „Wir haben es satt“ lautet ihr Motto für eine Ernährungswende hin zu zukunftsfähiger Landwirtschaft. Es geht dabei auch um den Umgang mit Themen wie Klimawandel und Hungersnöte.
Essen aus der Heimat
Wer es handfester mag, kann den Produzenten in der Halle zusehen und auf dem Marktplatz, der bis zum Lausitzer Platz reicht, Frisches probieren. Etwa 150 lokale und überregionale Händler und Bauern bauen ihre Stände auf. Migranten präsentieren Gerichte aus ihren Heimatändern, und Flüchtlingsfrauen, die ein Food-Start-Up planen, stellen ihre Angebote vor.
Abseits von Kulinarik werden Filme gezeigt, Kiezspaziergänge organisiert, und Kinder finden verschiedene Spielmöglichkeiten.
Stadt-Land-Food: Sa–Mo ab 10 Uhr, Markthalle Neun, Eisenbahnstraße 42, Kreuzberg, Programm unter www.stadtlandfood.com
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