Deutsche Literatur

Jagdszenen aus dem Kunstbetrieb: Martin Mosebachs Roman „Die Richtige“

Martin Mosebachs lässiger Künstler-Roman ist unterhaltsam, aber auch sehr böse. Die Figuren bekommen davon wenig mit. Die Leser genießen die gefeilten Ideen. Die Kritik

Judith von Sternburg
6 Min
Der Schriftsteller Martin Mosebach wurde 2007 mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet.

Der Schriftsteller Martin Mosebach wurde 2007 mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet.

© dpa-Zentralbild

Hier kommt ein böses Buch über einen Künstler, aber es fängt harmlos an, fast ein wenig banal. Eine Vernissage der renommierten Galerie Grünhaus steht an, der berühmte Maler Louis Creutz schaut vorher im Atelier, dass er schon einmal etwas Neues probiert. Dieses Gefühl braucht er vor einer Ausstellung, dass es weitergeht mit etwas, das noch keiner gesehen hat. „Dass er solcher Vergewisserung bedurfte, mochte Leute, die ihn kannten, überraschen. So wie er auftrat, galt er als Inbegriff der Unbeeindruckbarkeit, unerschütterlich bis zur Gleichgültigkeit.“

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