Vor sechs Jahren ist die East Side Gallery zuletzt saniert worden. Für gut zwei Millionen Euro wurden damals die Betonteile der DDR-Hinterlandmauer an der Mühlenstraße in Friedrichshain neu aufgebaut, die meisten Künstler malten anschließend ihre Bilder von 1990 neu.
Von Montag an wird das 1,3?Kilometer lange Open-air-Mauerdenkmal erstmals wieder grundgereinigt. Spezialisten würden Graffiti entfernen und Löcher im Beton ausbessern, teilte der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg mit. Rund 230?000 Euro stehen für die Arbeiten zur Verfügung, das Geld teilen sich Bund und Berliner Senat.
Mit gut einer halben Million Besuchern gehört die East Side Gallery zu den Touristenmagneten der Stadt. Dass die Mauer ein Denkmal ist, ist nur an kleinen Schildern zu erkennen, die oft ignoriert werden. Einige der Bilder sind so stark mit Graffiti beschmiert, dass sie kaum noch zu erkennen sind. Der Bezirk, dem die hinter der Mauer liegenden Grünflächen gehören, versucht seit langem, das Denkmal und damit die Zuständigkeit für dessen Erhalt an die Stiftung Berliner Mauer abzugeben. Doch alle Versuche scheiterten. Der Bund sieht in der Mauer eine bunte Galerie und keinen nationalen Gedenkort.
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