Rund zwei Monate vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern hat die AfD den Bundestagsabgeordneten Dario Seifert zum ersten Generalsekretär des Landesverbandes gewählt. Der 32-Jährige erhielt auf einem Parteitag in Grimmen knapp 92 Prozent der Stimmen der 237 Delegierten und trat ohne Gegenkandidaten an.
„Wir gehen jetzt in die heiße Wahlkampfphase über. Da müssen wir geschlossen sein, da müssen wir aber auch professionell sein“, sagte Seifert nach seiner Wahl.
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Seifert war in der NPD-Jugendorganisation
Seifert hatte gegenüber Medien bestätigt, in seiner Jugend der NPD-Jugendorganisation Junge Nationaldemokraten angehört zu haben. Auf der Bühne in Grimmen sagte er dazu: „Ich war 17 Jahre alt. Das war ein Exkurs, den ich nicht mehr machen würde“. Vorwürfe, sich nicht ausreichend vom Rechtsextremismus abgegrenzt zu haben, bezeichnete der gelernte Kaufmann für Bürokommunikation gegenüber der Deutschen Presse-Agentur als „völlig haltlos“.
Der Landesvorsitzende Leif-Erik Holm bezeichnete Seiferts Vergangenheit vor der Wahl als „jugendliche Verirrung“. Holm lobte zudem dessen „Organisations- und Kommunikationstalent“. Seiferts Kreisverband Vorpommern-Rügen ist nach Parteiangaben mit mehr als 700 Mitgliedern der mitgliederstärkste in Mecklenburg-Vorpommern.
Bis Februar dieses Jahres war Seifert mit einer parteiinternen Ämtersperre belegt. Hintergrund war laut Spiegel ein Streit im Kreistag Vorpommern-Rügen aus dem Jahr 2020, in dessen Folge ein Parteiausschlussverfahren gegen ihn betrieben wurde. Übrig blieb eine zweijährige Sperre, die im Februar auslief. Inhaltliche Gründe hätten dem Verfahren nicht zugrunde gelegen, teilte Seifert der Deutschen Presse-Agentur mit.
In einer Umfrage von Infratest dimap im Auftrag des NDR vom Mai kam die AfD in Mecklenburg-Vorpommern auf 36 Prozent, die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig auf 27 Prozent. Als Spitzenkandidat tritt Holm an.
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