Altersvorsorge

Sieben Jahre im Minijob: Warum mich der Plan der Merz-Regierung ärgert

Millionen Menschen jobben neben Vollzeitstelle, Studium oder Rente. Die geplante Reform behandelt sie wie einen Problemfall. Ein Kommentar.

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Ein Kellner bei der Arbeit: Gerade in der Gastronomie sind Minijobs weit verbreitet – für viele Beschäftigte als flexibler Nebenverdienst.

Ein Kellner bei der Arbeit: Gerade in der Gastronomie sind Minijobs weit verbreitet – für viele Beschäftigte als flexibler Nebenverdienst.

© Sebastian Gollnow/dpa

Sieben Jahre lang war der Minijob für mich genau das, was er sein sollte: ein unkomplizierter Nebenverdienst. Mit 16 Jahren habe ich angefangen zu kellnern. Erst als Schülerin, später während des Studiums. Der Job brachte mir schnell eigenes Geld für Miete, Lebensmittel, Kneipenabende und damit ein Stück Unabhängigkeit vom Portemonnaie meiner Eltern.

Dass Schülerinnen und Schüler von einer solchen Reform ausgenommen werden sollen, hat die von der Bundesregierung eingesetzte Alterssicherungskommission ausdrücklich empfohlen. Danach soll allerdings Schluss sein mit der Sonderbehandlung und die Möglichkeit entfallen, sich von der Rentenversicherungspflicht befreien zu lassen. Ebenso empfiehlt die Kommission, den bisherigen steuer- und sozialversicherungsrechtlichen Sonderstatus der Minijobs abzuschaffen. Ein Tritt ins Gesicht für fleißige Menschen.

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