Fieber, trockener Husten, Kopfschmerzen und starkes Krankheitsgefühl: Die Zahl der Grippekranken in Deutschland steigt zurzeit deutlich an. Vor allem in Sachsen und Sachsen-Anhalt werden immer mehr Menschen von der Influenza B erwischt. In Sachsen starben bereits drei Menschen, zuletzt ein 83-jähriger Mann im Vogtland.
Laut dem aktuellen Wochenbericht der sächsischen Landesuntersuchungsanstalt (LUA) hat sich die Zahl der gemeldeten Erkrankungen in der 5. Kalenderwoche fast verdoppelt - von insgesamt 3006 seit Mitte Oktober 2017 auf knapp 5869. Mitte Januar und Anfang Februar waren bereits eine 90-Jährige im Landkreis Görlitz und eine 91-Jährige im Landkreis Zwickau mit Vorerkrankungen an der Grippe gestorben. Laut LUA häuften sich auch in der vergangenen Woche Erkrankungsfälle in Kliniken, Seniorenheimen, Kitas und Schulen.
Viele Influenza-Infektionen in Sachsen-Anhalt
In Sachsen-Anhalt steuert die Grippesaison auf ihren Höhepunkt zu. In der vergangenen Woche registrierten die Gesundheitsämter im Land fast 1200 neue Influenza-Infektionen. Das waren mehr als doppelt so viele wie in der Vorwoche. Besonders aktiv ist der Virus demnach im Süden des Landes. So wurden im Burgenlandkreis allein in der aktuellen Grippe-Saison schon fast 500 Fälle gezählt.
Deutschlandweit wurden dem Robert Koch-Institut (RKI) bislang 15.188 bestätigte Grippefälle gemeldet. Damit wurde mit Abstand der höchste Wert pro Woche seit Beginn der Grippewelle im Dezember registriert. Laut Bericht wurden auch mehrere Ausbrüche in Schulen und Kindergärten gemeldet.
Bei dem verbreitetsten Erregern handelt es sich um eine besondere Form des Typ B- Influenza-Virus. Gegen diesen schützt die Dreifach-Impfung, die den meisten Kassenpatienten gegeben wurde, aber nicht. Noch liegt die Zahl der Arztbesuche, die der Influenza zugeschrieben werden, unter dem Niveau der schweren Grippewelle 2016/17, erklärte Grippe-Expertin Silke Buda vom RKI. (BLZ/dpa)
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