Parkplätze fallen weg

Tempelhofer Damm wird fahrradfreundlich umgestaltet

Änderungen betreffen Knotenpunkt zwischen Alt-Tempelhof und Ullsteinstraße.

Peter Neumann
2 Min
Mehr Sicherheit für Radfahrer auf dem Tempelhofer Damm: Für den fließenden Verkehr bleiben zwei Fahrstreifen pro Richtung.

Mehr Sicherheit für Radfahrer auf dem Tempelhofer Damm: Für den fließenden Verkehr bleiben zwei Fahrstreifen pro Richtung.

© Simu: EVERGREEN/IVAS

Es geht um den anderthalb Kilometer langen Abschnitt zwischen den Knotenpunkten Alt-Tempelhof und Ullsteinstraße. Dort besteht „akuter Handlungsbedarf“, so Heiß. Zwischen fahrenden und parkenden Autos bleibt Radfahrern kaum Platz.

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Die erste Planungsvariante sieht vor, die rund 200 Parkplätze auf diesem Teilstück aufzuheben. Der Platz soll genutzt werden, um auf beiden Seiten des Tempelhofer Damms 2,85 Meter breite Radfahrstreifen einzurichten. Damit auf den grün unterlegten Fahrbahnen kein Auto mehr parken kann, sollen sie mit Pollern, Schwellen oder flexiblen Elementen („Leitboys“) abgegrenzt werden. Wer sein Auto abstellen will, soll eines der drei Parkhäuser in diesem Teil Tempelhofs nutzen oder in Seitenstraßen ausweichen.

Tempelhofer Damm: Wird noch dauern, bis geschützte Radfahrstreifen entstehen 

Ein Parkraumkonzept ist geplant, hieß es. Für den fließenden Verkehr bleiben alle vier Fahrstreifen erhalten. Allerdings müssen Autofahrer künftig damit rechnen, dass ihnen Lieferwagen im Weg stehen. Auf den jeweils rechten Fahrstreifen entstehen Ladezonen. Dort sollen auch BVG-Busse halten.

Dem Konzept der Planungsbüros IVAS und Evergreen ging ein Beteiligungsverfahren voraus, das vor rund einem Jahr begann und auch Gewerbetreibende einbezog. Die Zusammenarbeit war „sehr konstruktiv“, sagte Christiane Heiß. „Das Ergebnis mit den geschützten Radverkehrsanlagen ist ein großer und wichtiger Schritt hin zu mehr Sicherheit für Radfahrende – und damit hin zu einer Mobilitätswende im Bezirk.“

Bis die geschützten Radfahrstreifen entstehen, wird allerdings noch einige Zeit vergehen. Auch weil es sich beim T-Damm um eine Bundesstraße handelt, sind noch einige Abstimmungen erforderlich. Planer gehen davon aus, dass die „Protected Bike Lanes“ 2020 gebaut werden.

Für die fernere Zukunft, ab 2030, ist die zweite Planungsvariante gedacht. Sie sieht vor, dass auf dem Tempelhofer Damm in diesem Bereich für den fließenden Verkehr nur noch ein Fahrstreifen pro Richtung bleibt. Der gewonnene Platz könnte genutzt werden, um die Gehwege zu verbreitern und Bäume zu pflanzen. „Nächstes Jahr soll sicheres Radfahren auf dem T-Damm endlich möglich sein“, so das Netzwerk Fahrradfreundliches Tempelhof-Schöneberg. „Das Bezirksamt möchte sich ’ran halten. Muss es auch.“

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