Straftaten gegen das Waffengesetz

Mehr verbotenes Schießen mit Schreckschusspistolen in Berlin

Die Pistolen sehen täuschend echt aus, knallen laut und stoßen heißes Gas aus. Schießen darf man mit Schreckschusswaffen aber nicht. Das kümmert immer mehr Menschen offenbar nicht.

BLZ
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In einem Waffengeschäft wird das Magazin einer Schreckschusspistole mit Patronen geladen.

In einem Waffengeschäft wird das Magazin einer Schreckschusspistole mit Patronen geladen.

© dpa/Uli Deck

Die Anzahl anderer Straftaten wie Bedrohung, Raub oder Diebstahl, bei denen der Täter eine Schreckschusspistole einsetzte, änderten sich hingegen über die Jahre kaum. Es waren jeweils etwa 100.

Überproportional sind es junge Männer, die eine Schreckschusspistole dabei haben. Von den insgesamt erfassten 1655 Verdächtigen (Jahre 2015 bis 2019) bei den Verstößen gegen das Waffengesetz waren knapp 800 männlich und unter 25 Jahren alt.

Schießen mit Schreckschusspistolen verboten

Erlaubt ist der Kauf und Besitz der sogenannten Schreckschuss-, Reizstoff- und Signalwaffen (SRS-Waffen) für jeden Erwachsenen. Verkauft werden die Schreckschusspistolen in Waffenläden und im Internet für 100 bis 150 Euro.

In der Öffentlichkeit mit sich herumtragen darf man sie aber nur, wenn man einen sogenannten Kleinen Waffenschein besitzt. Den erhält man, wenn man keine Vorstrafen hat und eine Gebühr von 50 Euro bezahlt. In den vergangenen Jahren wurden immer mehr dieser Scheine ausgegeben: 21.000 waren zuletzt vergeben. 2010 lag die Zahl noch bei 7700.

Das Abfeuern in der Öffentlichkeit ist, abgesehen von wenigen Ausnahmen, verboten. Daran halten sich aber viele Besitzer nicht. Polizeipräsidentin Barbara Slowik sagte kürzlich, das verbotene Schießen mit den Pistolen habe „fast inflationär“ zugenommen. Dabei können Schüsse aus der Nähe gefährlich sein und durch ausgestoßene heiße Gase zu ernsthaften Verletzungen führen.

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