Feuilleton: "Glücklicherweise kein Godzilla" von Markus Schneider (18. Oktober):Auch ich war beim Konzert von Carlos Santana in der O2-World. "Weshalb sollte man in diesem konsequenten nostalgischen Groove mehr suchen?", fragt der Autor am Ende. Was hatte er denn erwartet? Der normale Zuhörer wollte einfach nur gute Musik hören und Santana bot dies wie üblich seinen Fans in einem fast drei Stunden andauernden Feuerwerk der Klänge. Von wegen "Schlichtheit der Performance", wie Herr Schneider es nennt. Wen interessieren eigentlich hinterher musiktheoretische Abhandlungen und Vergleiche mit früher, was immer die auch aussagen. Es geht doch einfach nur um Musik und Santana begeisterte sein Publikum. Aber der erwähnte "Versöhnungskitsch" von Licht und Liebe nervte, jedoch nur kurz, da die Klänge danach diesen schnell wieder vergessen ließ. Und irgendwie scheint ja wohl jeder Weltstar einmal oder auch mehrfach durch irgendwas oder irgendwen erleuchtet zu werden, ob von Gott, Dalai Lama, Buddha oder Allah. Aber Santana bleibt trotzdem Santana, ein wahrer Meister an seiner Gitarre, der mit seinem Spiel die Menschen in den Bann zieht.Detlef Naumann, Berlin------------------------------Foto: Er hat Fans seit 40 Jahren, aber auch Tausende neue gefunden - Carlos Santana auf seiner Europatournee, hier in Paris.
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