Europawahl-Querelen

„Melonisierung wird es nicht geben“: AfD-Chef Chrupalla wettert gegen bisherige ID-Partner

Die AfD wird im Europaparlament aus der rechten ID-Fraktion geworfen. Parteichef Chrupalla ist wütend. Die Turbulenzen in der AfD nennt er „nur ein kleines Krischen“.

Team News dpa/BLZ
2 Min
„Diese Melonisierung wird es mit uns nicht geben“: AfD-Chef Tino Chrupalla. 

„Diese Melonisierung wird es mit uns nicht geben“: AfD-Chef Tino Chrupalla. 

© Britta Pedersen/dpa

Nach dem Rauswurf der AfD aus der rechten ID-Fraktion im Europaparlament hat Parteichef Tino Chrupalla die bisherigen Partner aus Italien und Frankreich scharf kritisiert. Er verbitte sich jede Einmischung der Parteien von Marine Le Pen und Giorgia Meloni, sagte er am Freitagabend beim Landesparteitag im sächsischen Glauchau. Meloni stehe als Ministerpräsidentin in Italien für mehr Migration und mehr Waffen im Krieg in der Ukraine. „Diese Melonisierung wird es mit uns nicht geben.“ Seine Partei werde sich nicht verbiegen, um für andere ansehnlicher zu werden. „Für uns stehen immer die deutschen Interessen an erster Stelle.“

Die ID-Fraktion hatte am Donnerstag mit sofortiger Wirkung alle neun AfD-Europaabgeordneten ausgeschlossen. In der Entscheidung wurde unter anderem verwiesen auf eine „Reihe von Vorfällen, an denen Herr Maximilian Krah und damit auch die deutsche Delegation der Gruppe beteiligt waren“. Diese hätten dem Ruf der Gruppe geschadet. Zuvor hatten unter anderem Äußerungen Krahs zur SS für scharfe Kritik gesorgt.

Krah stammt aus Sachsen und ist Spitzenkandidat der AfD bei der Europawahl Anfang Juni. Angesichts der massiven Querelen tritt er aber nicht mehr im Wahlkampf auf. Krah habe sich zum Wohl der Partei aus dem Wahlkampf zurückgezogen, sagte Chrupalla in Glauchau. „Dafür danke ich Maximilian Krah.“ Die Turbulenzen spielte er herunter: Die Partei habe schon viele Krisen bestanden, dies sei ein „kleines Krischen“.

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