Berlins größte Veranstaltungshalle erhält einen neuen Namen: Die Mercedes-Benz-Arena in Friedrichshain wird ab dem 22. März Uber-Arena heißen. Das bestätigte ein Uber-Sprecher der Berliner Zeitung am Freitag auf Anfrage.
Die benachbarte Verti Music Hall soll in Uber Eats Musical Hall umbenannt werden. Angekündigt wurde auch, den privaten Mercedes-Platz, der sich zwischen den beiden Eventlocations befindet, in Uber-Platz umzubenennen. Das teilten die US-amerikanische Mobilitätsplattform Uber und die Anschutz Entertainment Group (AEG) mit.
Uber will Besuchern besseres Eventerlebnis ermöglichen
Die Partnerschaft soll dazu beitragen, den Besuchern ein noch besseres Eventerlebnis zu ermöglichen, hieß es seitens Uber. Das Unternehmen kündigte an, Sonderkonditionen bei der Nutzung der Uber-App anzubieten, wenn es Veranstaltungen in der Arena gibt. So soll die An- und Abreise für Besucher vereinfacht sowie die Essensversorgung während Events „um innovative Bestellmöglichkeiten“ ergänzt werden.
„Zu unserem zehnten Geburtstag in Deutschland machen wir uns und allen Nutzerinnen und Nutzern von Uber ein besonderes Geschenk. Wir übertragen das einzigartige, einfache und bequeme Nutzungserlebnis der Uber-App auf zwei der bekanntesten Eventlocations Deutschlands“, sagte Christoph Weigler, Deutschland-Chef von Uber. „Darüber hinaus unterstreicht diese Partnerschaft unsere tiefe Verbundenheit zu Berlin und der Kunst-, Kultur- und Sportszene der Stadt“.
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„Mit Uber haben wir einen starken und flexiblen Partner gewonnen, für den die Customer Journey im Mittelpunkt steht und mit dem wir zusammen die Qualität des Besuchererlebnisses in unseren Venues weiter steigern werden. Die integrierte Partnerschaft für Arena, Music Hall und Platz eröffnet hierfür neue Möglichkeiten“, so Heinz Anders, Vice President AEG Global Partnership Germany. „Gleichzeitig freuen wir uns auch, dass uns Mercedes-Benz als offizieller Partner weiterhin erhalten bleibt, und bedanken uns bei unserem bisherigen Partner Verti-Versicherungen, mit dem wir zusammen die Music Hall vor gut fünf Jahren an den Start gebracht haben.“
Die Arena in Berlin-Friedrichshain wurde im Jahr 2008 eröffnet. Sowohl der Eishockey-Erstligist Eisbären Berlin als auch das Basketballteam Alba Berlin tragen in der Arena ihre Heimspiele aus. Im Jahr 2015 wurde die Arena erstmals umbenannt: Vorher trug sie den Namen O2-Arena.
Taxibranche schlägt Umbenennung in „Platz der Schwarzarbeit“ vor
Die Taxibranche kritisiert das Geschäftsmodell, bei dem App-Plattformen Fahrtaufträge an Subunternehmen vermitteln und dafür Provisionen kassieren, seit langem. Es könne nur dann funktionieren, wenn die ausführenden Firmen Regeln nicht einhalten.
„Die Umbenennung der Mercedes-Benz-Arena nach einer Plattform, die vor allem durch Korruption und Ausbeutung auffällt, ist schwer erträglich“, kommentierte Michael Oppermann, Geschäftsführer Bundesverband Taxi und Mietwagen, am Freitag. „Konstruktiv schlagen wir vor, den Platz vor der Arena in ‚Platz der Schwarzarbeit‘ umzubenennen.“
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„Während das Taxigewerbe heute auch dank strenger Kontrollen und fiskalisierter Taxameter sauber arbeitet, bewegen sich die Uber-Dienste weitgehend im Bereich der organisierten Schwarzarbeit“, so Oppermann.
Uber, FreeNow und andere Fahrtenvermittler weisen die Anschuldigungen zurück. Die Fahrzeuge würden effizienter eingesetzt als Taxis, argumentieren sie. Das Geschäftsmodell funktioniere, alle gesetzlichen Vorgaben würden eingehalten.
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