Die Buchmesse war immer politisch, doch dieses Jahr hört man den immer schneller und immer bedrohlicher werdenden Takt der Zeit bei jeder Veranstaltung. Im luftigen Pavillon auf dem Freigelände geht um 11.30 Uhr die erste Gesprächsrunde des ersten Messetags zu Ende und Meron Mendel, Direktor der Bildungsstätte Anne Frank, möchte dem Publikum noch etwas mitgeben: „Denken Sie nicht immer: Israel aber.“ Er will das Aufrechnen der Opfer stoppen. Er will, dass auf die angegriffenen Juden geschaut wird und auch darauf, wie sie unterstützt werden können. Dem Aber-Denken in einer anderen Richtung setzt gleich die nächste Runde etwas entgegen. „Hoffnung für Russland: Irgendwer, irgendwie, irgendwann“ ist sie überschrieben, organisiert vom PEN Berlin, dessen Sprecher Deniz Yücel sie moderiert.
Frankfurter Buchmesse
Meron Mendel auf der Frankfurter Buchmesse: „Denken Sie nicht immer: Israel aber“
Auf der Buchmesse in Frankfurt am Main wird mehr diskutiert denn je. Es geht um Israel, um Russland und die Ukraine.
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Am Mittwoch auf der Buchmesse: Meron Mendel (2. v.r.) im Gespräch mit Juergen Boos, Direktor der Frankfurter Buchmesse, dem Autor Tomer Dotan-Dreyfus und dem Schriftsteller Doron Rabinovici
© Arne Dedert/dpa