Leihmutterschaft

Debatte um Leihmutterschaft: Unionsfraktionschef Spahn tritt zurück

CDU-Chef Merz hatte Unionsfraktionschef Spahn zum Rücktritt aufgefordert. Auslöser ist die Nutzung einer Leihmutter in den USA durch Spahn und seinen Ehemann.

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Jens Spahn ist als Vorsitzender der Unionsfraktion im Bundestag zurückgetreten.

Jens Spahn ist als Vorsitzender der Unionsfraktion im Bundestag zurückgetreten.

© Kay Nietfeld/dpa

Jens Spahn ist als Chef der Unionsfraktion im Bundestag zurückgetreten. Zuvor hatte Bundeskanzler Friedrich Merz ihn zum Rücktritt aufgefordert. Auslöser ist die Inanspruchnahme einer Leihmutter in den USA durch Spahn und seinen Ehemann.

Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus dem Umfeld des Parteivorsitzenden. In einem Schreiben wandte sich Spahn an seine Fraktionskollegen im Bundestag (hier im Wortlaut).

Bundeskanzler Merz hat den Rücktritt als „richtig“ und „unvermeidlich“ bezeichnet. „Glaubwürdigkeit ist in der Politik das höchste Gut“, teilte Merz in einer am Samstag verbreiteten Erklärung mit. Spahn war unter Druck geraten, nachdem bekannt geworden war, dass er und sein Mann für die Erfüllung ihres Kinderwunsches auf eine Leihmutter in den Vereinigten Staaten zurückgegriffen hatten.

Leihmutterschaft in Deutschland verboten

Leihmutterschaft ist in Deutschland nach dem Embryonenschutzgesetz verboten. In einigen US-Bundesstaaten ist die Praxis dagegen legal und wird auch von Paaren aus dem Ausland genutzt.

Spahn steht seit Beginn der laufenden Wahlperiode an der Spitze der Unionsfraktion im Deutschen Bundestag. Zuvor war er unter anderem Bundesgesundheitsminister in der Regierung von Angela Merkel (CDU).

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