Einen Tag nach dem Messerangriff auf zwei Mädchen an einer Schule in Berlin-Neukölln gehen die Ermittler weiterhin den Hintergründen der Tat nach. Am Donnerstagvormittag wurde allerdings mehr über den Gesundheitszustand des einen Mädchens bekannt. Laut einem Bericht des RBB erklärte ein Polizeisprecher nun, dass das eine Mädchen mittlerweile außer Lebensgefahr ist.
Das ist bisher über den Tathergang bekannt
Der Alarm ging bei der Polizei um 15.17 Uhr ein. Der Angreifer ging offenbar auf den Schulhof der Evangelischen Schule Neukölln an der Mainzer Straße. Dort ereignete sich nach Angaben der Polizei die Tat. Die Mädchen besuchten die Grundschule – bei schönstem Wetter mit Sonne und blauem Himmel dürften am Nachmittag noch viele Kinder, die nach dem Unterricht betreut wurden, draußen gespielt haben.
Die beiden verletzten Mädchen wurden von Rettungskräften ins Krankenhaus gebracht. Den mutmaßlichen Täter, einen 38-jährigen Mann, nahm die Polizei nahe dem Tatort fest. Auch das Messer wurde sichergestellt. Laut der Zeitung B.Z. soll der Mann auf die Polizei gewartet haben.
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Was geschah an der Schule nach der Tat?
Direkt nach der Tat durften die anderen Kinder das Schulgebäude noch nicht verlassen. Sie wurden betreut, aber die Polizei hatte das Gebäude zunächst vorsorglich geschlossen. Später dann wurden die Kinder aus einem anderen Ausgang der Schule nach draußen geführt, wo schon viele Eltern warteten. Die Polizei schrieb: „Die Schule wurde von unseren Kollegen durchsucht und alle anderen SchülerInnen wurden den Eltern übergeben.“
Mehrere Rettungswagen und Polizeiautos standen da noch in den Straßen an der Schule, Polizisten mit Helmen waren auf und vor dem Schulgelände postiert. Schaulustige warteten vor den Absperrungen. Auch auf dem Schulhof war ein bestimmter Bereich abgesperrt.
Zu der Schule im eng mit Mietshäusern bebauten nördlichen Teil des großen Bezirks Neukölln gehören die Grundschule sowie eine Integrierte Sekundarschule und gymnasiale Oberstufe. Kinder der Klassen 1 bis 13 besuchen die Schule, Träger ist die evangelische Kirche. Die Schule reagierte bestürzt. „Die ganze Schulgemeinde ist tief betroffen und entsetzt“, hieß es in einem Statement des Schulleiters auf der Internetseite. „Wir sind in unseren Gedanken und Gebeten bei den beiden Kindern und ihren Familien.“
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Angriff auf Mädchen: Tatverdächtiger war wohl Einzeltäter
Nach Angaben von Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU) gehen die Ermittler von einem Einzeltäter aus, der wohl weder politisch noch religiös motiviert war. Ob er die Mädchen kannte, sei Gegenstand der Ermittlungen, sagte eine Polizeisprecherin. Laut B.Z. hatte er keine Beziehung zu seinen Opfern. Es gebe Hinweise auf eine psychische Krankheit, hieß es weiter. Beides wollte die Polizei zunächst nicht bestätigen. Eine Mordkommission ermittelt.
Direkt nach der Tat durften die anderen Kinder das Schulgebäude zunächst auf Anordnung der Polizei nicht verlassen – aus Sicherheitsgründen. Sie wurden aber betreut. Später dann wurden die Kinder aus der Schule geführt, vor dem Gebäude warteten viele Eltern.
Abschlussprüfungen werden nach Angriff auf Schülerinnen nicht stattfinden
Bildungssenatorin Günther-Wünsch sagte vor Ort, am Donnerstag und Freitag werde es keinen regulären Schulbetrieb geben. Zudem sollten die geplanten Prüfungen zum mittleren Schulabschluss nicht stattfinden. Am Donnerstagmorgen werde es für Schüler, Pädagogen und Eltern ein Beratungs- und Unterstützungsangebot geben. Bereits am Mittwoch waren psychologisch geschulte Helfer vor Ort im Einsatz.
Der Angriff auf die Grundschülerinnen sorgte über die Hauptstadt hinaus für Entsetzen. Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) schrieb am Mittwochabend auf Twitter: „Ich bin fassungslos über diesen brutalen Angriff auf zwei Schulkinder.“ Sie wünsche den beiden Mädchen schnelle und vollständige Genesung.
Berlins neuer Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) schrieb am Abend bei Twitter, er sei über diese „unfassbare Tat“ erschüttert. „Meine Gedanken sind in diesen schweren Stunden bei den beiden verletzten Mädchen.“ Er stehe im engen Austausch mit der Polizei, „die den Täter bereits in Gewahrsam genommen hat“.
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