Kriminalität

Messerangriff auf schlafende Partnerin – Angeklagter schweigt vor Gericht

Nach einem Streit soll ein Mann seine Partnerin mit einem Küchenmesser angegriffen haben. Der Sohn des Angeklagten habe ihn gestoppt.

Katharina Heflik Team News dpa/khe
2 Min
Ein Mann soll versucht haben, seine schlafende Partnerin mit einem Küchenmesser zu töten.

Ein Mann soll versucht haben, seine schlafende Partnerin mit einem Küchenmesser zu töten.

© Monika Skolimowska/dpa

Ein 40-jähriger Mann steht nach einem beinahe tödlichen Messerangriff auf seine schlafende Partnerin vor dem Berliner Landgericht. Die Staatsanwaltschaft legt ihm versuchten Mord zur Last. In der Nacht vom 21. auf den 22. Dezember 2024 soll der Iraker die 38-jährige Frau mit einem Küchenmesser angegriffen haben, um sie zu töten, hieß es in der Anklage. Sie erlitt dabei etwa 20 Stich- und Schnittverletzungen. Zu Prozessbeginn erklärte der Verteidiger, der 40-Jährige werde sich zunächst nicht zu den Vorwürfen äußern.

Vor dem Angriff soll es Streit in der Beziehung gegeben haben. In der Anklage heißt es weiter, der 40-Jährige habe immer wieder auf die sich nach dem ersten Stich in den Bauch wehrende 38-Jährige eingestochen. Die Frau sei durch eine Notoperation gerettet worden. Erst durch den auf das lautstarke Geschehen aufmerksam gewordenen gemeinsamen Sohn sei es gelungen, den Angeklagten von seinem Opfer zu trennen und ihn festzuhalten, so der Staatsanwalt.

Auch die jüngere Schwester des inzwischen 15-Jährigen war nach Angaben von Zeugen durch den Kampf aufgewacht und habe den Vater mit dem Messer in der Hand gesehen. „Papa wollte Mama wehtun“, habe sie gegenüber einer Sicherheitsmitarbeiterin geschildert.

Der Angeklagte wurde noch am Tatort festgenommen. „Er kam mit einem Koffer aus seinem Zimmer“, sagte ein Polizeibeamter als Zeuge im Prozess. Damals habe der 40-Jährige erklärt, es habe Streit gegeben, er habe seiner Lebensgefährtin das Messer entwendet und dann zugestochen. „Der Mann wirkte sehr ruhig und sagte weiter, er habe sich nach der Tat das Blut von den Händen gewaschen, das Messer gereinigt und zurück in den Besteckkasten gelegt“, so der Beamte.

Laut Staatsanwaltschaft war das irakische Ehepaar 2017 nach Deutschland gekommen. Der Mann sagte zu Prozessbeginn auf die Frage nach seinem Familienstand, er sei verheiratet. „Ich warte jeden Tag darauf, dass sie mich besucht“, so der inhaftierte Angeklagte. Die 38-Jährige soll am zweiten Verhandlungstag am 12. Juni als Zeugin befragt werden.

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