Messerstecherei in Friedrichshain

Berliner SPD fordert mehr Polizei im Umfeld des RAW-Geländes

Nach einer Messerattacke auf einen 23-Jährigen in der Warschauer Straße will die SPD Konsequenzen ziehen. Sie fordert von Innensenator Frank Henkel (CDU) mehr Polizeipräsenz in Friedrichshain.

BLZ
2 Min
Die SPD fordert mehr Polizeipräsenz in Friedrichshain.

Die SPD fordert mehr Polizeipräsenz in Friedrichshain.

© imago/Olaf Wagner Lizenz

Nach einer erneuten Messerstecherei in Berlin-Friedrichshain hat die dortige SPD mehr Polizeipräsenz gefordert. „Was muss noch passieren, damit an der Warschauer/Revaler Straße endlich etwas passiert?“, fragte die Kreisvorsitzendende Julia Schimeta am Montag. Sie forderte Innensenator Frank Henkel (CDU) zum Handeln auf. Das von den Grünen geführte Bezirksamt sei offenbar mit der Situation völlig überfordert. Laut Sprecher Stefan Redlich ist die Polizei bereits jetzt sehr aktiv.

Kriminalität im RAW-Umfeld

In der Nacht zum Sonntag war ein 23-Jähriger bei einem Streit auf der Warschauer Straße lebensgefährlich verletzt worden. Die Angreifer konnten flüchten. Vor allem auf der benachbarten Partymeile des RAW-Geländes haben in den vergangenen Monaten Gewalt und Kriminalität stark zugenommen. Die Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann (Grüne) hat bereits ein Sicherheitskonzept gefordert.

Redlich zufolge gehört die Gegend zu den Schwerpunktgebieten der Polizeiarbeit und soll es auch bleiben. Allein in diesem Jahr seien Beamte 346 mal vor Ort im Einsatz gewesen und hätten mehr als 3000 Personen überprüft. Es habe etwa 2000 Festnahmen gegeben und es seien 1368 Strafverfahren eingeleitet worden. In über 1000 Fällen habe es sich um Drogendelikte gehandelt. (dpa)

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