In Berlin-Hellersdorf ist am Dienstag ein Mann getötet worden. Die Tat ereignete sich am Nachmittag in der Böhlener Straße. Ein 43-Jähriger erlitt dabei nach Angaben aus Polizeikreisen mehrere Stichverletzungen, unter anderem im Gesicht und Hals.
Die Besatzung eines Rettungswagens des Arbeiter Samariter Bundes der Wache Hellersdorf fand den Mann schwerstverletzt in einer Wohnung vor. Für ihn kam jedoch jede Hilfe zu spät – er starb noch am Einsatzort.
Die Polizei traf kurze Zeit später mit weiteren Beamten ein und übernahm die Ermittlungen. Im Verlauf des Einsatzes wurde ein 51-jähriger Tatverdächtiger festgenommen. Er ist ein Ukrainer, so wie der Getötete.
Die Polizei sperrte den Bereich rund um den Einsatzort weiträumig ab. Die Ermittlungen zu dem mutmaßlichen Tötungsdelikt dauern an.Fest steht, dass Weitere Hintergründe zur Tat sind bislang nicht bekannt. Nach ersten Informationen sollen sich mehrere Personen in der Wohnung befunden haben.
Der mutmaßliche Täter ist für die Polizei kein Unbekannter. So ist aus Ermittlerkreisen zu hören, dass der 51 Jahre alte Tatverdächtige mit Eigentumsdelikten und Gewalttaten bei der Polizei gelistet ist.
Am frühen Abend äußerte sich Benjamin Jendro, Pressesprecher der Gewerkschaft der Polizei (GdP) zu der Gewalttat. „Wir danken den Kollegen, die als erste vor Ort waren, für ihr schnelles Handeln.“ Sie hätten umfassend versucht, dass Leben des Opfers zu retten. Außerdem seien sie bei der Suche und Festnahme des mutmaßlichen Täters erfolgreich gewesen. Jedro hofft, dass der Einsatz keine bleibenden Spuren bei den Beamten hinterlässt. „Als Polizist in der Hauptstadt durchläuft man mehr traumatische Erlebnisse als andere in einem ganzen Leben“, so der GdP-Mann. Diese extreme psychische Belastung sei unfassbar „und ringt uns höchsten Respekt ab“.
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: briefe@berliner-zeitung.de