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Kriminalität

EM 2024: Berlin führt erstmals Messerverbotszonen an diesen Orten ein

An den EM-Party-Hotspots in Berlin gelten ab dem 29. Juni offiziell Messerverbote. Ein Überblick über die Verbotszonen.

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In Berlin gelten zur EM erstmals Messerverbotszonen.

In Berlin gelten zur EM erstmals Messerverbotszonen.

© Rolf Kremming/imago

In Berlin sollen wegen der Fußball-EM erstmals Messerverbotszonen eingerichtet werden. Laut Landesverwaltungsamt und Polizei gelten die Zonen bereits ab dem 29. Juni, 0 Uhr, bis zum Ende der Fußball-EM am 15. Juli. Für diesen Zeitraum gilt an mehreren Orten, die als EM-Hotspots gelten, das Verbot, Waffen und Messer mit einer Klingenlänge von mehr als vier Zentimetern sowie Äxte, Schwerter, Dolche oder Säbel mitzuführen. Die Polizei bestätigte auf Anfrage der Berliner Zeitung die Einführung von vier Messerverbotszonen.  

Hier gelten die Messerverbotszonen:

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Die Messerverbotszonen dienen laut Polizei der Prävention von Straftaten und dem Schutz der öffentlichen Sicherheit. Zudem erhöhe sie die den Spielraum der polizeilichen Handlungsmöglichkeiten. Begründet wird die Entscheidung für die Messerverbotszonen auch mit der zunehmenden Messerkriminalität in Berlin. Im Zeitraum von drei Jahren habe sich die Zahl der Angriffe von 2593 im Jahr 2020 um fast 900 Taten auf 3482 im Jahr 2023 gesteigert. Auf Grundlage einer Analyse habe festgestellt werden können, dass es an den Orten, die nun Waffen- und Messerverbotszonen sind, in den vergangenen zweieinhalb Jahren zu einigen Gewaltstraftaten gekommen sei. Besonders Sportveranstaltungen böten ein Potenzial für gewalttätige Auseinandersetzungen – auch wegen des Alkoholkonsums.

Berliner Polizeigewerkschaft begrüßt Messerverbotszonen

Insgesamt lasse sich für die Fußball-EM aufgrund der gegebenen Rahmenbedingungen eine „erhöhte Gefahr erkennen“, dass es zu Messerangriffen und der Verletzung von Menschen kommen könne. Die Allgemeinverfügung sei daher ein geeignetes Mittel, dem entgegenzuwirken.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) Berlin begrüßte die Einrichtung der Messerverbotszonen. „Messer machen Mörder und wir reden über eine präventive, gewaltabschöpfende Maßnahme, um Menschen zu schützen“, so die GdP-Landesvorsitzenden. Menschen, die mit Messern andere verletzten wollten, ließen sich durch diese Verbote jedoch nicht abhalten. Doch der Versuch der Polizei Berlin könnte wertvolle Erkenntnisse für die Zukunft bringen. 

Auch Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD) ist erfreut über die Einrichtung der Messerverbotszonen. „Ich finde es wichtig und richtig, jetzt, wo die ‚heiße Phase‘ der Europameisterschaft beginnt, noch einmal ein deutliches Signal an alle fußballbegeisterten Besucherinnen und Besucher der Events in Berlin zu senden: Messer und Waffen haben bei den Veranstaltungen der EURO 2024 nichts zu suchen“, so Spranger. 

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