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Staatsanwaltschaft

Stopfleber verkauft: Berliner Metzger muss vor Gericht

Ein Berliner Metzger hat offenbar Foie Gras aus Frankreich importiert und in der Stadt verkauft. Es drohen ihm bis zu zwei Jahre und drei Monate Haft.

Team News dpa/BLZ
2 Min
Ein Berliner Metzger hat offenbar Foie Gras importiert, obwohl er wusste, dass das in Deutschland aus Tierschutzgründen verboten ist. 

Ein Berliner Metzger hat offenbar Foie Gras importiert, obwohl er wusste, dass das in Deutschland aus Tierschutzgründen verboten ist. 

© Andia/imago

Ein Berliner Metzger hat offenbar Foie Gras aus Frankreich importiert, obwohl er wusste, dass die Stopfleberproduktion in Deutschland verboten ist. Die Berliner Staatsanwaltschaft erhob Anklage wegen Beihilfe zum Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. Er müsse sich nun vor dem Amtsgericht Berlin verantworten. Bei einem Urteil droht dem Mann eine Geldstrafe oder bis zu zwei Jahren und drei Monaten Haft.

Den Angaben zufolge ist die Stopfleberproduktion in Deutschland verboten, weil diese mit erheblichen Leiden für die Enten und Gänse verbunden ist. So werde den Tieren über ein Metallrohr bis zu 1,2 Kilogramm Futterbrei verabreicht.

In Frankreich ist Foie Gras gastronomisches Kulturerbe 

Diese Mast führt zu einer Versechs- bis Verzehnfachung des Lebervolumens der Vögel. Gänsestopfleber wurde 2006 zum gastronomischen Kulturerbe Frankreichs erklärt und damit die Herstellung vor Verboten geschützt. Foie gras bedeutet so viel wie Gänseleberpastete und ist ein Stopfleberprodukt.

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