UPDATE

Migration

Mehr Asylbewerber in Berlin: Aus diesen Ländern kommen die meisten Flüchtlinge

Die Zahl der Asylbewerber in Berlin steigt deutlich. Die Unterbringung Tausender Geflüchteten wird zunehmend zur Herausforderung für die Hauptstadt.

Team News dpa/BLZ
2 Min
In Berlin kommen derzeit mehr Geflüchtete an.

In Berlin kommen derzeit mehr Geflüchtete an.

© Henning Kaiser/dpa

Die Zahl der Ankömmlinge stieg seit April kontinuierlich, wie Angaben des Landesamts für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) zu entnehmen ist. Wurden im Februar noch rund 770 Schutzsuchende aufgenommen, waren es im August mehr als doppelt so viele, nämlich knapp 1900. Seit April werden in Berlin jeden Monat mehr Asylbewerber aufgenommen als Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine, die keinen Asylantrag stellen müssen.

Leider fehle es an Wohnraum, um die Schutzsuchenden, die in Berlin bleiben, vernünftig unterzubringen, sagte LAF-Sprecherin Monika Hebbinghaus der Deutschen Presse-Agentur. Deswegen würden seit wenigen Wochen auch Geflüchtete im Ankunftszentrum Tegel untergebracht. „Das verschafft uns die dringend benötigte Zeit, gute, dauerhafte Unterkünfte in der Stadt zu schaffen.“

Berlin: Senatskanzlei erwähnt Hotels und Hostels als Unterbringung

Eigentlich sind die Plätze in den Leichtbauhallen für Ukrainerinnen und Ukrainer vorgesehen. Mehr als 4000 Menschen leben dort derzeit, knapp 1200 sind Asylbewerber. Bis Ende des Jahres sollen in Tegel laut Senatskanzlei 3000 zusätzliche Plätze geschaffen werden. Auch an anderen Orten in Berlin wird Platz gemacht, etwa in Hotels und Hostels.

„Je mehr Leute kommen, desto mehr Plätze müssen auf die Schnelle geschaffen werden. Dadurch sinkt erst mal die Qualität – zum Beispiel wie viel Platz dem Einzelnen zur Verfügung steht“, räumte Hebbinghaus ein. In Tegel teilen sich bis zu 15 Personen ein Zimmer. Immerhin müssten Migrantinnen und Migranten nicht mehr in Turnhallen schlafen, wie 2015, sagte Hebbinghaus.

Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: briefe@berliner-zeitung.de

Lesen Sie mehr zum Thema