So war die Erweiterung des zum Bundestag gehörenden Marie-Elisabeth-Lüders-Hauses am Spreeufer anfangs mit 190 Millionen Euro veranschlagt worden. „Inzwischen stehen wir bei 366 Millionen Euro“, sagte Kubicki dem Magazin Der Spiegel. Immissionsschutz-Regeln hätten zu einer kompletten Neuplanung und dem Austausch der Energie- und Heiztechnik geführt.
Lüders-Haus: Pannenprojekt des Bundestags kommt später und wird noch teurer
Auf dem gegenüberliegenden Areal Luisenblock Ost, wo neben Bundestagsgebäuden auch Gewerbeflächen, Wohnungen und ein Gewerkschaftsbau entstehen sollen, drohen ebenfalls deutlich höhere Kosten. „Ursprünglich wurde von knapp einer Milliarde Euro für das Bauvorhaben ausgegangen“, sagte Kubicki. „Bei den derzeitigen enormen Steigerungen der Baukosten könnte das gesamte Vorhaben im Bereich des Luisenblocks Ost, also nicht nur für die Parlamentsbauten, zwei Milliarden Euro weit überschreiten.“
Schon die fünfte Erhöhung: Kosten für Pannenbau des Bundestags steigen weiter
Zweifel an der Notwendigkeit der Parlamentsbauten weist der Bundestags-Vize zurück. „Der Platzbedarf ist in den vergangenen drei Jahrzehnten kontinuierlich gewachsen“, erklärte Kubicki. Um die Verwaltung unterzubringen, müssten derzeit andere Liegenschaften teuer angemietet werden. „Diese Kosten fallen weg, sobald die Neubauten fertig sind.“
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