Geldwäsche

Millionen-Handel mit Luxuskarossen: Anklage in Berlin

Über ein Labyrinth von Unternehmen soll eine Bande Handel mit Luxuskarossen sowie medizinischen Masken betrieben und einen Schaden von rund 80 Millionen Euro...

dpa
2 Min
ARCHIV - Eine Statue der Justitia hält eine Waage und ein Schwert in der Hand.

ARCHIV - Eine Statue der Justitia hält eine Waage und ein Schwert in der Hand.

© Arne Dedert/dpa/Symbolbild

Die Bande soll unter anderen in Deutschland, Polen und Tschechien aktiv gewesen sein. Für den Handel mit Luxusautos und Masken sollen Menschen aus Polen und Lettland als Strohmänner benutzt worden sein, die in wirtschaftlichen Schwierigkeiten steckten. Eine polnische Geldwechselplattform, die von den Haupttätern kontrolliert wurde, soll als Fassade für Geldwäsche-Transaktionen und die Aufteilung der Tatbeute gedient haben.

Auf die Schliche gekommen sei man der Bande vor allem auch, weil die Berliner Staatsanwaltschaft wegen anderer Straftaten gegen die Gruppe ermittelt habe, hieß es. Der Fall soll auch in der Hauptstadt vor Gericht kommen. Die Anklage sei zum Landgericht erhoben worden.

Im Mai 2022 hatte die Berliner Staatsanwaltschaft mitgeteilt, dass sie bei Durchsuchungen in Wohn- und Geschäftsräumen in der Hauptstadt und im benachbarten Brandenburg umfangreiches Beweismittel sichergestellt habe. Im Zuge der Auswertung habe man den Bandenchef identifizieren können, hieß es nun. Der Mann sei in Österreich festgenommen worden.

Bei den Ermittlungen in Kroatien, Tschechischen, Frankreich, Deutschland und Polen wurden laut Ermittler Bankkonten eingefroren sowie Immobilien, Autos und Luxusartikel im Wert von schätzungsweise 5,2 Millionen Euro beschlagnahmt.

Die Europäische Staatsanwaltschaft ist für die Ermittlung, Verfolgung und Anklage von Straftaten zum Nachteil finanzieller Interessen der Europäischen Union zuständig.

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