Es ist ein Muster, das Europas Sicherheitsbehörden eigentlich auswendig kennen müssten. Wer in den 1990er-Jahren die Balkankriege beobachtet hat, kennt die Choreografie: Erst fließen Waffen in ein Konfliktgebiet, dann versickern sie dort, und Jahre später tauchen sie in Marseille, Brüssel oder Berlin wieder auf – in den Händen von Drogenkartellen, Rockerbanden oder Terroristen. Die Kalaschnikows der Attentäter von Paris 2015 stammten aus bosnischen Beständen. Heute, mehr als drei Jahrzehnte nach Beginn der Jugoslawienkriege, gilt der Westbalkan weiterhin als eine der zentralen Quellen illegaler Schusswaffen in Europa.
Kriegsgüter
Millionen Waffen im Umlauf: Droht Europa nach dem Ukraine-Krieg eine neue Sicherheitskrise?
Millionen Waffen fließen in die Ukraine. Experten warnen vor Schwarzmarkt-Abfluss nach Europa. Doch die Politik schweigt – warum?
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Ein ukrainischer Soldat mit einer Kalaschnikow
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