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„Mirai – Das Mädchen aus der Zukunft“: Plötzlich großer Bruder

Wer wären wir ohne unsere Familie? Ein kleines Anime-Meisterwerk wirbt um Verständnis für anstrengende Verwandte.

Claudia Reinhard
2 Min
Der kleine Kun und seine Schwester Mirai (eben noch war sie ein Baby) reisen durch die Zeit.

Der kleine Kun und seine Schwester Mirai (eben noch war sie ein Baby) reisen durch die Zeit.

© IMAGO

Anfangs Gegenstand von Faszination wandelt sich seine Schwester Mirai für Kun schon bald zum roten Tuch. Sie liegt eigentlich nur rum, und doch ist nichts mehr wie vorher. Mama schläft ständig ein, Papa richtet mit seinen Hausarbeitsversuchen Chaos an und auf Kun achtet eigentlich niemand mehr. Irgendwann hilft nur noch Schreien, und als die Frustration eskaliert, rast der Junge in den malerischen Innenhof des Hauses (Papa ist Architekt) und findet sich am Fuß des Ahornbaums plötzlich in einer alternativen Realität wieder. Hier klagt ihm der Familienhund in Menschengestalt sein Leid, auch er war nicht begeistert, als Kun vor vier Jahren mit seiner Ankunft das Familienidyll störte, in dem sich die Streicheleinheiten bis dahin vor allem auf den Vierbeiner konzentriert hatten.

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