Nach Brief

Mitverfasser hofft auf breite Debatte zu Rechtsextremismus

Der Brief von Lehrkräften zu rechtsextremen Vorfällen an einer Schule im Spreewald hat nach Ansicht eines Mitverfassers rechtsextreme Umtriebe an Brandenburg...

dpa
2 Min

„Wir erhoffen uns, dass es ein Aufwachen in der Politik gibt, dass Lehrkräfte solche Vorfälle ansprechen können, ohne dass das im Sand verläuft (...)“, so die Lehrkraft. Gleichzeitig beschrieb sie eine Spaltung in der Lehrerschaft der Schule in Lager. Einige befürworteten, dass die Vorfälle zur Sprache gekommen seien. „Manche an der Schule tun das auch als Jugendstreich ab.“ Die Schulleitung spiele die Vorfälle herunter, kritisierte sie.

In einem in der vergangenen Woche bekannt gewordenen Brief hatten Lehrkräfte an einer Schule in Burg beklagt, sie seien täglich mit Rechtsextremismus, Sexismus und Homophobie konfrontiert. Außerdem erlebten sie eine „Mauer des Schweigens“, die Unterstützung von Schulleitungen, Schulämtern und Politik fehle.

Das Schulamt Cottbus, das mit der Aufarbeitung befasst ist, führt weitere Gespräche mit der Schulleitung, den Lehrkräften sowie Eltern- und Schülervertretungen, wie das Bildungsministerium am Dienstag mitgeteilte. „Gemeinsam mit der Schule werden anschließend geeignete und gewünschte Angebote der Demokratiebildung gestaltet.“

Die Polizei ermittelt nach eigenen Angaben inzwischen zu vier Komplexen mit strafrechtlicher Relevanz. Zum Einen geht es um den Spruch „Arbeit macht frei“, der laut der Lehrkräfte im Unterricht gefallen sein soll. Zum anderen soll im Sportunterricht der Hitlergruß gezeigt worden sein. Ein aufgetauchtes Gruppenbild zeigt Jugendliche, die den Hitlergruß zeigen. Zudem gibt es eine Anzeige wegen Schmierereien an Schulmobiliar, etwa mit Hakenkreuzen.

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