Schweigers Anwältin hatte dem „Spiegel“ zu den Vorwürfen mitgeteilt, ein Teil der „Sachverhalte“ sei ihrem Mandanten „nicht bekannt“; ein anderer unterstelle „angebliche Sachverhalte, die es nicht gegeben hat“. Weiter hieß es dort, seit Jahren „kursierende Gerüchte“ würden „zu Unrecht als tatsächlich“ dargestellt. Auf eine Anfrage der Deutschen Presse-Agentur hatten Schweiger und Constantin Film nicht reagiert.
Constantin-Chef Moszkowicz sagte nun der „FAZ“, man habe eine unabhängige Kanzlei beauftragt, „die Fehler und Probleme bei dieser Produktion zu analysieren“. Constantin Film habe außerdem einen „Moralkodex“ für Rahmenbedingungen für Dreharbeiten. „Es ist aber wichtig, dass dieser branchenweit gilt. Es erscheint mir unumgänglich, dass wir das Thema Machtmissbrauch in der Kulturbranche offen und gemeinsam angehen“, sagte Moszkowicz. Da gehe es um alle Gewerke, nicht nur um Regisseure.
Und der Chef der Produktionsfirma ergänzte: „Ich denke auch, dass man dies an die Vergabe öffentlicher Mittel binden sollte.“ Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne) hatte nach Bekanntwerden der Vorwürfe gesagt, eine Filmförderung des Bundes sei selbstverständlich auch damit verbunden, dass die geltenden Arbeitszeit- und Arbeitsschutzregeln eingehalten werden müssten. „Wir haben in dieser Frage bereits die Produktionsfirma Constantin kontaktiert und sind weiter mit Constantin in Kontakt, um hier eine lückenlose Aufklärung der Vorfälle zu bekommen.“
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