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Mohamed Ali: Wagenknecht-Partei nicht offen für AfD-Politiker

Amira Mohamed Ali beantwortet die Frage, wie das „Bündnis Sahra Wagenknecht“ zur AfD steht. Politiker sind ausgeschlossen, Wähler nicht unbedingt.

Team News dpa/BLZ
2 Min
Amira Mohamed Ali und Sahra Wagenknecht 

Amira Mohamed Ali und Sahra Wagenknecht 

© Future Image/Imago

AfD-Politiker sollen in den Verein „Bündnis Sahra Wagenknecht“ nicht eintreten. Das sagte die scheidende Linksfraktionschefin, Amira Mohamed Ali am Dienstag im Sender Welt. Auf die Frage, ob Politiker, die aktuell bei der AfD sind, eine Möglichkeit wären, das nötige Personal zu gewinnen, antwortete sie: „Nein, um Gottes Willen, also das ist unvorstellbar, ein Wechsel von der AfD jetzt in unsere Partei, das wird es nicht geben, das werden wir auch nicht erlauben.“

Es seien aber nicht alle, die vielleicht einmal AfD gewählt hätten, für die Demokratie verloren. „Aber um Gottes willen, ein Wechsel von der AfD-Fraktion in eine neue Gruppe – nein, das wird es nicht geben.“

Wagenknecht, Mohamed Ali und acht weitere Abgeordnete waren am Montag aus der Linkspartei ausgetreten. Sie wollen die Gründung einer eigenen Partei vorbereiten. Der Verein dient als Vorstufe zur Parteigründung, die für Anfang 2024 geplant ist.

Wagenknecht: Wollen AfD-Wählern „seriöses Angebot geben“

Sahra Wagenknecht zielt mit ihrer geplanten neuen Partei auch auf bisherige Wähler der AfD. „Natürlich gibt es ganz viele Menschen, die wählen die AfD, nicht weil sie rechts sind, sondern weil sie wütend sind, weil sie verzweifelt sind“, sagte die bisherige Linken-Politikerin am Montag im ZDF-„heute journal“.

Auch das sei ein Grund, warum sie und ihre Mitstreiter mit dem neuen Projekt an den Start gehen. Viele Menschen seien wütend über die Regierungspolitik und wüssten nicht, was sie wählen sollen. „Viele haben daraus den Schluss gezogen, okay, wenn jetzt erstmal nichts anderes da ist, wählen wir AfD. Wir wollen diesen Menschen ein seriöses Angebot geben“, sagte Wagenknecht.

Wagenknecht räumte in den ARD-„Tagesthemen“ ein, dass die AfD es geschafft habe, die Adresse der Unzufriedenheit zu sein. Deren Wähler sollten eine „seriöse Adresse“ bekommen, die nicht nur Protest artikuliere, sondern auch Konzepte und Antworten habe sowie die soziale Gerechtigkeit auf die Agenda setze. „Das tut die AfD ja tatsächlich nicht“, betonte Wagenknecht.

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