Jahrhundertelang zog man Gräben und entwässerte Moore, etwa um sie für die Landwirtschaft nutzen zu können. 95 Prozent der Moore in Deutschland gelten als entwässert, sie verursachen Treibhausgasemissionen. Wenn Moore intakt sind, sind sie dagegen ein guter Speicher von klimaschädlichem Kohlenstoffdioxid.
Die Naturerbefläche Weißhaus im Kreis Elbe-Elster ist ein großes Waldgebiet mit vielen Kiefern, in der das Heidemoor „Vehne“ liegt. Für die Renaturierung wurden Entwässerungsgräben bereits außer Funktion gesetzt.
„Wir wollen den natürlichen Wasserhaushalt der Niedermoore wiederherstellen, um einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, aber auch, um den selten gewordenen Lebensraum für spezialisierte Tier- und Pflanzenarten zu erhalten“, sagte die Fachliche Leiterin Susanne Belting. Fünf Messstellen sollten künftig helfen, den Grundwasserstand kontinuierlich zu beobachten und den Erfolg der Maßnahmen zu dokumentieren.
Die gemeinnützige Naturerbe-Tochter der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) sichert nach eigenen Angaben um die 70 großräumige Liegenschaften – rund 70 000 Hektar in zehn Bundesländern – langfristig für den Naturschutz.
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