Urteil

Frau in Bernau brutal ermordet: Lebenslange Haftstrafe für Ehemann

Laut dem Gericht würgte der Mann seine Frau mit einem Kabelbinder, vergewaltigte sie und stieß sie dann in den Fluss Panke. Er selbst bestritt die Tat.

Team News dpa/BLZ
2 Min
Weil er seine Frau getötet hat, muss ein 43-Jähriger eine lebenslange Haftstrafe antreten.

Weil er seine Frau getötet hat, muss ein 43-Jähriger eine lebenslange Haftstrafe antreten.

© Patrick Pleul/dpa

Ein 43-jähriger Mann ist am Dienstag zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden, nachdem er seine 32-jährige Frau in Bernau getötet hat. Das Landgericht in Frankfurt (Oder) sprach den 43-Jährigen „wegen Mordes in Tateinheit mit besonders schwerer Vergewaltigung und in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung“ schuldig, wie ein Sprecher des Gerichts erklärte.

Die Kammer stellte zudem bei dem Deutschen die besondere Schwere der Schuld fest. Damit ist eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren rechtlich zwar möglich, in der Praxis aber so gut wie ausgeschlossen.

Ehemann nach jahrelanger Flucht in Wien festgenommen

Im April 2020 war in dem Flüsschen Panke in Bernau eine Frauenleiche entdeckt worden. Eine Mordkommission nahm den Ehemann ins Visier, der sich nach der Tat mehrere Monate in Thailand aufhielt. Rund dreieinhalb Jahre nach dem brutalen Verbrechen fassten Sicherheitsbehörde den Verdächtigen im vergangenen September am Wiener Flughafen. Der Mann würgte nach Überzeugung des Gerichts seine Frau mit einem Kabelbinder bis zur Bewusstlosigkeit, vergewaltigte sie dann und stieß sie in die Panke. Er akzeptierte demnach nicht, dass sich seine Frau von ihm getrennt hat. Der Angeklagte hat die Tat bestritten.

Das Gericht wertete in dem Prozess etwa Videobilder aus. Sie sollen den Angeklagten mit seiner Frau auf dem Weg zum Tatort an der Panke in der Nähe des Radweges Berlin–Usedom zeigen. Auch die Auswertung von Wlan-Routerdaten spielte in dem Verfahren eine Rolle. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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