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US-Waffenstationierung in Deutschland

Moskau: Telefonat mit US-Verteidigungsminister zu Verringerung von „Eskalationsgefahr“

Russlands Verteidigungsminister Andrej Beloussow und sein US-Kollege Lloyd Austin haben am Freitag telefoniert. Es sei um eine Verringerung des Risikos einer „möglichen Eskalation“ gegangen.

Team News AFP/BLZ
2 Min
Der russische Verteidigungsminister Andrej Beloussow hat mit seinem US-Kollegen Lloyd Austin telefoniert. 

Der russische Verteidigungsminister Andrej Beloussow hat mit seinem US-Kollegen Lloyd Austin telefoniert. 

© Igor Palkin/Russian Orthodox Church Press Service/AP

Der russische Verteidigungsminister Andrej Beloussow und sein US-Kollege Lloyd Austin haben nach russischen Angaben vom Freitag telefoniert und über eine Verringerung des Risikos einer „möglichen Eskalation“ gesprochen. Die Initiative für das Telefonat sei von Moskau ausgegangen, teilte das russische Verteidigungsministerium mit. Dabei sei „die Frage einer Vermeidung von Sicherheitsbedrohungen und die Reduzierung der Gefahr einer möglichen Eskalation erörtert worden“. Hintergrund des Gesprächs ist die Ankündigung Washingtons zur Stationierung von US-Langstreckenraketen in Deutschland.

Eine Sprecherin des Pentagons, Sabrina Singh, sagte vor Journalisten, Austin habe in dem Gespräch die „Bedeutung der Aufrechterhaltung von Kommunikationsdrähten“ mit Moskau inmitten des Konflikts in der Ukraine und kurz nach dem Nato-Gipfel in Washington betont.

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USA wollen Langstreckenwaffen in Deutschland stationieren

Deutschland und die USA hatten am Mittwochabend am Rande des Nato-Gipfels verkündet, dass die US-Armee – nach mehr als 20 Jahren Pause – ab 2026 wieder Langstreckenwaffen in Deutschland stationieren will, zur besseren Abschreckung gegen Russland. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) verteidigte dies am Donnerstag als „sehr gute Entscheidung“, die „Teil der Abschreckung“ sei und den „Frieden sichert“. Der Kreml verurteilte die Vereinbarung als Schritt „in Richtung Kalter Krieg“.

Russlands Vizeaußenminister Sergej Rjabkow sagte der staatlichen Nachrichtenagentur Tass zufolge in St. Petersburg gesagt, es handle sich um „ein Kettenglied im Eskalationskurs“ der Nato und der USA gegenüber Russland. Er wies darauf hin, dass Russland auf diesen Schritt „ruhig“ reagieren werde, es sich jedoch um eine militärische Reaktion handeln werde. Details nannte er nicht.

Das letzte offizielle Gespräch zwischen den Verteidigungsministern Russlands und der USA fand am 26. Juni statt. Laut Moskau hatte Beloussow damals „die Gefahr einer weiteren Eskalation“ im Zusammenhang mit der „Lieferung von US-Waffen“ an Kiew „unterstrichen“.

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