Gegen einen 46 Jahre alten Mann, der am 30. August seine ehemalige Lebensgefährtin getötet haben soll, hat die Staatsanwaltschaft Berlin nun Anklage wegen Mordes aus niedrigen Beweggründen zum Landgericht Berlin I erhoben. Das teilt die Staatsanwaltschaft mit. Der Mann, der den mutmaßlichen Ehrenmord begangen haben soll, stammt aus der Türkei.
Dass sich seine griechische Partnerin im Mai 2024 von ihm getrennt hat, soll den Angeschuldigten tief gekränkt haben. Am Abend des 30. August 2024 soll es erneut zu einem Streit gekommen sein, als der Angeschuldigte die 28 Jahre alte Frau ohne Vorankündigung an deren Wohnanschrift in der Dolgenseestraße aufgesucht haben soll.
Er sei nicht zu akzeptieren bereit gewesen, dass diese ein Leben ohne ihn führen könnte. Aus massiver Eifersucht und übersteigertem Besitzdenken habe er daraufhin beschlossen, sie zu töten. Er soll sie daher gegen 22.15 Uhr des Tattages mit einem Messer angegriffen und ihr insgesamt 28 Stich- und Schnittverletzungen zugefügt haben, an denen die Frau kurze Zeit später im Krankenhaus verstarb.
Der Angeschuldigte wurde noch am 30. August 2024 vorläufig festgenommen und befindet sich seit dem 31. August in Untersuchungshaft. Zum Tatvorwurf hat er sich bislang nicht eingelassen. Sie hinterlässt zwei Kinder, die zur Tatzeit bei ihrem Vater waren.
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