Umwelt

Nabu: Diese Konsequenzen hat der Klimawandel für Berlin

Die Experten des Naturschutzbundes sehen viele Risken, die der Klimawandel für die Bundeshauptstadt birgt. Auch Hochwasser kann hier zur Gefahr werden.

Marco Buchholz Team News dpa/mbz
2 Min
Nach Angaben von Experten wird es in Berlin vermehrt zu Hitzetagen kommen.

Nach Angaben von Experten wird es in Berlin vermehrt zu Hitzetagen kommen.

© imago/Florian Gaertner

„Wir haben Gullys an jeder Straße, also versickert das Wasser nicht, sondern wird in die Kanalisation geleitet – die hat aber ein relativ geringes Fassungsvolumen“, erklärte Schlaberg. „Und bei Starkregenereignissen, die künftig häufiger vorkommen können, wird das Wasser zum Beispiel in die Spree eingeleitet, weil die Kanalisation es einfach nicht mehr fassen kann.“

„Der Klimawandel ist da, die Temperatur hat sich erhöht, auch in Berlin“

Gleichzeitig seien Hitzetage ein zunehmendes Problem. „Der Klimawandel ist da, die Temperatur hat sich erhöht, auch in Berlin“, stellte die Nabu-Expertin fest. In Großstädten gebe es außerdem einen Hitze-Insel-Effekt: In der Innenstadt mit vielen dicht bebauten Bereichen sei es mehrere Grad wärmer als im Umland, wo es Wasser- und Grünflächen sowie Wälder gibt, die durch Verschattung und Verdunstung für Kühle sorgen könnten. „In die Innenstadt kommt außerdem der Wind teilweise gar nicht, weil es dort so verbaut und die Luftzirkulation eingeschränkt ist.“

Für die Zukunft erwartet Schlaberg, dass Hitze in Berlin noch mehr zum Problem wird: „Es gibt jetzt schon mehr Hitzetage, an denen es in den Nächten nicht unter 20 Grad abkühlt. Und das ist körperlich total anstrengend, gerade für Ältere.“

Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: briefe@berliner-zeitung.de

Lesen Sie mehr zum Thema