Klimawandel: So werden wir im Jahr 2050 leben
Warum immer mehr Berliner an Hitze sterben
„Wir haben Gullys an jeder Straße, also versickert das Wasser nicht, sondern wird in die Kanalisation geleitet – die hat aber ein relativ geringes Fassungsvolumen“, erklärte Schlaberg. „Und bei Starkregenereignissen, die künftig häufiger vorkommen können, wird das Wasser zum Beispiel in die Spree eingeleitet, weil die Kanalisation es einfach nicht mehr fassen kann.“
„Der Klimawandel ist da, die Temperatur hat sich erhöht, auch in Berlin“
Gleichzeitig seien Hitzetage ein zunehmendes Problem. „Der Klimawandel ist da, die Temperatur hat sich erhöht, auch in Berlin“, stellte die Nabu-Expertin fest. In Großstädten gebe es außerdem einen Hitze-Insel-Effekt: In der Innenstadt mit vielen dicht bebauten Bereichen sei es mehrere Grad wärmer als im Umland, wo es Wasser- und Grünflächen sowie Wälder gibt, die durch Verschattung und Verdunstung für Kühle sorgen könnten. „In die Innenstadt kommt außerdem der Wind teilweise gar nicht, weil es dort so verbaut und die Luftzirkulation eingeschränkt ist.“
Regen und Temperaturen um die 20 Grad: Steht der Herbst schon vor der Tür?
Für die Zukunft erwartet Schlaberg, dass Hitze in Berlin noch mehr zum Problem wird: „Es gibt jetzt schon mehr Hitzetage, an denen es in den Nächten nicht unter 20 Grad abkühlt. Und das ist körperlich total anstrengend, gerade für Ältere.“
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