Nach Anschlag vom Breitscheidplatz

Polizeipräsident Kandt bekommt 30 neue Beamte

Der Berliner Staatsschutz wird personell aufgestockt.

BLZ
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Berlins Polizeipräsident Klaus Kandt.

Berlins Polizeipräsident Klaus Kandt.

© picture alliance / dpa

Vieles sei gut gelaufen, aber natürlich gebe es auch Optimierungsbedarf zum Beispiel im Umgang mit den Angehörigen der Opfer. Bei der Tatortarbeit müsse man sehen, was man besser machen könne. „Wir wurden ja wegen der Zeitspanne kritisiert, bis die Geldbörse gefunden wurde“, so Kandt.

Der Terrorist Anis Amri war am 19. Dezember mit einem Lastwagen auf den Weihnachtsmarkt auf dem Berliner Breitscheidplatz gefahren. Zwölf Menschen starben.

Keine Rundum-Überwachung von "Gefährdern"

Mit Blick auf die in Berlin lebenden Gefährder sagt Kandt, die Zahl liege bei „unter 100“. Mehr als die Hälfte habe eine deutsche Staatsbürgerschaft. Man könne sie aber nicht rund um die Uhr überwachen. Kandt: „Wir können stichprobenartig überprüfen. Wir können hinweisen von Diensten nachgehen und schauen, wo ist etwas dran.“ Eine 24-Stunden-Überwachung sei nur möglich, wenn es einen Hinweis gebe, dass aktuell etwas drohe. „Mehr ist auch logistisch gar nicht zu machen. Wir können auch deshalb nicht garantieren, dass einer mal vom Radar verschwindet“, so der Polizeipräsident.

Der Berliner Polizei-Chef verteidigte sich im Fall Amri außerdem gegen Angriffe aus Nordrhein-Westfalen. Zuletzt hatte Innenminister Ralf Jäger (SPD) immer wieder auf eine Zuständigkeit der Berliner Behörden verwiesen. Kandt sagte: „Bekanntermaßen ist NRW ja im Wahlkampf und dann wird auch leidenschaftlicher argumentiert. Unbestritten hatte NRW alleine durch den Wohnsitz die Zuständigkeit im Fall Amri. Auch die ausländerrechtlichen Angelegenheiten sind komplett in NRW gelaufen. Da kann es keine Diskussion darüber geben.“ (dpa)

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