Wegen Personalmangels im Stellwerk war Mainz seit Anfang August teilweise vom Fernverkehr abgekoppelt, auch viele regionale Bahnen hielten nicht. Der Verkehr lief zwar nach einigen Wochen wieder regelmäßig. Doch weder auf Ebene des Unternehmens noch auf Seiten des Bundes als Eigentümer gab es bisher überzeugende Konzepte, um solche Probleme künftig zu verhindern.
Das ergab zumindest eine Sondersitzung des Bundestags-Verkehrsausschusses im September, bei der neben Bahn-Chef Rüdiger Grube auch Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) geladen war. Grube habe sich zwar wortreich entschuldigt und Besserung gelobt, berichteten Teilnehmer. Doch er habe keine Antwort auf die Frage gegeben, wie die Bahn AG ihre anhaltenden Personalprobleme in den Griff bekommen will. Umso mehr Spannung gibt es vor dem Treffen in Berlin.
Der Chef der Lokführer-Gewerkschaft GDL, Claus Weselsky, betonte, es fehlten nicht nur Fahrdienstleiter wie in Mainz, sondern auch Hunderte Lokführer. 2013 würden in diesem Bereich mindestens drei Millionen Überstunden geleistet, Tendenz steigend. (BLZ/dpa)
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