Nach Diebstahl

Ausstellung im Kulturforum startet ohne „Big Maple Leaf“

Die millionenschwere Goldmünze wurde aus dem Bode-Museum gestohlen.

BLZ
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Münze aus Wien: Die Big Maple Leaf gibt es weltweit nur fünf Mal.

Münze aus Wien: Die Big Maple Leaf gibt es weltweit nur fünf Mal.

© Reuters/Heinz-Peter Bader

Sie sollte ein Prachtstück der Ausstellung sein - doch in der Schau „Alchemie. Die große Kunst“ im Berliner Kulturforum hängt nun lediglich ein Bild der millionenschweren Goldmünze „Big Maple Leaf“. Das legendäre Stück aus Kanada bleibt verschwunden, seit Diebe es in der Nacht zum 27. März aus dem Berliner Bode-Museum gestohlen haben.

Museen-Generaldirektor Michael Eissenhauer und der Direktor des Getty Research Institute in Los Angeles, Thomas W. Gaehtgens, stellten die Ausstellung am Mittwoch deshalb ohne Münze vor. Bis zum 23. Juli sind rund 200 Exponate aus über 3000 Jahren Kulturgeschichte zu sehen, die den Zusammenhang zwischen Alchemie („Metallgießen“) und Kunst verdeutlichen sollen.

Bisher keine heiße Spur

Gezeigt werden Bilder und Laborbücher, Skulpturen und Installationen, falsche Edelsteine und künstliches Gold. Zeitgenössische Werke wie Jeff Koons' „Dom Pérignon Balloon Venus“ (2013) oder Joe Ramirez' Videoarbeit „The Gold Projections“ (2013-2017) greifen das Thema aus heutiger Perspektive auf.

Vom jüngsten Schicksal des kanadischen Goldstücks ist in der Ausstellung nichts zu lesen. Dort heißt es nur, die Münze sei wegen ihres „bis dato unerreichten Feingoldstandards“ ein Beweis dafür, dass sich die alchemistische Idee bis heute erhalten habe. Bei der Polizei sind inzwischen 47 Hinweise zu dem professionell inszenierten Diebstahl eingegangen - bisher gibt es weiter keine heiße Spur. (dpa)