Ein wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilter Mann, der am Dienstag bei einem begleiteten Freigang im niedersächsischen Peine geflohen war, ist in Italien gefasst worden. Der 42-jährige Benjamin F. wurde nach einem Verkehrsunfall in der Region Venetien in einem Krankenhaus festgenommen, wie das Landeskriminalamt Niedersachsen am Donnerstag mitteilte.
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Flucht mit Motorrad aus Garage
Nach Angaben des niedersächsischen Justizministeriums, die die dpa zitierte, hatte der Straftäter im Rahmen seines Freigangs gemeinsam mit einem JVA-Mitarbeiter die Wohnung seiner Mutter in Peine-Vöhrum besucht. Nach ersten Erkenntnissen nutzte er einen Aufenthalt in einer nahegelegenen Garage, um mit seinem dort abgestellten Motorrad wegzufahren. Die Flucht erfolgte nach LKA-Angaben am Dienstagnachmittag.
Nach zunächst erfolgloser Suche leitete das LKA eine Öffentlichkeitsfahndung mit Fotos und Personenbeschreibung ein und erklärte, dass von dem Mann eine Gefahr für Dritte ausgehen könne. Nach der Veröffentlichung der Bilder am Mittwochabend gingen laut LKA zahlreiche Hinweise ein. „Mehrere Hinweise führten die Fahnderinnen und Fahnder schließlich auf eine Spur nach Italien“, teilte die Behörde mit.
Lebenslange Haft nach Mord im Jahr 2010
Zu den Verletzungen des Mannes machten die Ermittler keine Angaben. „Er muss erst mal im Krankenhaus bleiben“, sagte ein LKA-Sprecher laut dpa. Die Ermittler gingen davon aus, dass der Mann auf der Flucht gestürzt sei. Wann eine Auslieferung nach Deutschland erfolgt, ist offen.
Der Mann verbüßt laut dpa eine lebenslange Freiheitsstrafe wegen Mordes und versuchter schwerer Vergewaltigung. Er hatte demnach im Jahr 2010 die 23-jährige Melanie aus Peine mit Messerstichen getötet. Das Landgericht Hildesheim verurteilte ihn 2011 zu lebenslanger Haft. (mit AFP, dpa)
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