Kommentar

Nach jahrelanger Überheblichkeit: Osteuropa fängt Deutschland jetzt auf

Deutsche Produktion wandert nach Osten. Gleichzeitig werden Polen und Tschechien als Kunden immer wichtiger. Deutschlands Verhältnis zum Osten dreht sich.

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Bundeskanzler Friedrich Merz und der polnische Ministerpräsident Donald Tusk beim Treffen in Warschau am 7. Mai 2025. (Symbolbild)

Bundeskanzler Friedrich Merz und der polnische Ministerpräsident Donald Tusk beim Treffen in Warschau am 7. Mai 2025. (Symbolbild)

© Andrzej Iwanczuk/imago

Deutsche Industrieunternehmen verlagern aktuell Teile ihrer Produktion in den Osten. MAN baut Kapazitäten in Polen aus, Mercedes verlagert die Sprinter-Produktion dorthin, Bosch zieht Teile seiner Lkw-Sparte nach Ungarn. Niedrigere Kosten und attraktivere Standortbedingungen machen die östlichen Nachbarn für deutsche Konzerne immer interessanter.

Inzwischen zeigt sich auch die andere Seite dieser Entwicklung. Osteuropa nimmt Deutschland nicht nur Produktion, sondern auch immer mehr Waren ab. Während Deutschlands Exporte nach China und in die USA deutlich zurückgehen, wächst das Geschäft mit wichtigen östlichen Nachbarn kräftig.

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