Altkanzlerin verewigt

Nach langem Zögern: Merkel kommt jetzt in die Ahnengalerie

Angela Merkel bekommt einen festen Platz in der Ahnengalerie des Kanzleramts: Im Bode-Museum präsentierte der Maler Jérémy Queyras am Dienstagabend ihr Porträt.

dpa
2 Min
Angela Merkel und der Künstler Jérémie Queyras enthüllen am Dienstagabend das Kanzlerinnen-Porträt.

Angela Merkel und der Künstler Jérémie Queyras enthüllen am Dienstagabend das Kanzlerinnen-Porträt.

© Kay Nietfeld/dpa

Das Bild wird seinen endgültigen Platz im Kanzleramt finden. Der deutsch-französische Maler Queyras und Merkel enthüllten das zunächst hinter einem Tuch verborgene Gemälde gemeinsam – unter großem Applaus des Publikums, zu dem auch Merkels Mann Joachim Sauer gehörte.

Zunächst soll das Merkel-Porträt noch bis zum 4. Oktober im Bode-Museum für die Öffentlichkeit zu sehen sein. Danach wechselt es in die Porträtgalerie des Bundeskanzleramts. Dort hängen die gemalten Bildnisse aller deutschen Bundeskanzler.

Merkel begegnet der Ehrung mit gemischten Gefühlen. „Ich habe nach meinem Amtsausscheid relativ lange gewartet, um mich zu entscheiden, um dieses Porträt hier anzugehen. Und der Grund war ganz einfach. Ich brauchte Abstand. Ich wollte das Entstehen eines solchen Porträts nicht einfach abarbeiten wie einen Punkt auf einer To-do-Liste. Sondern ich wollte Freude an einem solchen Vorgang haben. Ich war vorher noch nie porträtiert worden. Und deshalb war die Entscheidung gut bedacht.“

Merkel stand laut Zeit monatelang Modell für das Gemälde des bisher eher unbekannten Künstlers Queyras. Der 28-Jährige habe die ehemalige Bundeskanzlerin seit Sommer vergangenen Jahres immer wieder getroffen und sie in einem eigens dafür eingerichteten Atelier in Berlin porträtiert.

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