Nach Lufthansa-Zukauf

Eurowings bietet Sonderkonditionen für Air-Berlin-Passagiere

An einer Transfergesellschaft will sich die Lufthansa-Tochter nicht beteiligen.

Gerhard Lehrke
2 Min
Eurowings steht vor einem gewaltigen Wachstumsschub.

Eurowings steht vor einem gewaltigen Wachstumsschub.

© dpa

Die Fluggesellschaft Eurowings wird sich nicht an einer Transfergesellschaft für die Mitarbeiter von Air Berlin beteiligen. Das sagte der Chef von Eurowings, Thorsten Dirks, am Freitag in Berlin. Was die Passagiere angeht, machte er ein Angebot: Kunden, die nach dem 15. August Flugtickets bei Air Berlin gekauft hatten, und deren Rückreise nach der Betriebseinstellung am Abend des 27. Oktober stattfinden sollte, werden von Eurowings zu Sonderkonditionen befördert. 

Für den Rückflug würden nur 50 Prozent des Eurowings-Preises verlangt. Wunschflüge würde es aber nicht geben, weil Passagiere nur entsprechend der freien Plätze mitgenommen werden könnten. Die Lufthansa-Tochter Eurowings hatte für 1,5 Milliarden Euro die nicht insolventen Air Berlin-Teile Niki und Luftfahrtgesellschaft Walter mit insgesamt 1700 Mitarbeitern und 41 Flugzeugen gekauft. Außerdem 40 Maschinen, die vorwiegend Air Berlin geleast hatte, von den Leasingfirmen.

2500 Bewerbungen eingegangen

Übernommen werden die Niki- und LGW-Mitarbeiter. Darüber hinaus besteht ein  Bedarf von 1300 weiteren Leuten. Dafür gibt es laut Dirks bislang 2500 Bewerbungen, 500 davon von Air Berlin-Mitarbeitern. Wie viele Air Berlin-Leute schon eingestellt wurden, sagte Dirks nicht. Es sei eine dreistellige Zahl. Daraus folgt, dass mehrere tausend Angestellte der am 15. August für insolvent erklärten Airline arbeitslos sein werden. 

Dirks begründete die Weigerung, sich an einer Transfergesellschaft für diese Beschäftigten zu beteiligen, mit den Kosten: Für die 1,5 Milliarden  Euro, die man bezahle, schaffe man bei Eurowings 3000 Stellen – jede  koste dementsprechend eine halbe Million Euro.

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