Eine ostdeutsche Firma hat sich die Ossi-Hetze von Axel-Springer-Chef Mathias Döpfner zu Nutze gemacht. Ein Schokoladenhersteller aus Thüringen nahm die Lästereien zum Anlass, daraus einen Werbegag zu machen - gespickt mit einer guten Portion Humor. Der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Carsten Schneider (SPD), veröffentlichte auf Twitter ein Foto der geschalteten Annonce.
Auslöser dafür war eine geleakte Nachricht mit Schreibfehlern des einflussreichen Medienunternehmers: „Die ossis sind entweder Kommunisten oder faschisten. Dazwischen tun sie es nicht. Eklig.“
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Der Süßwarenhersteller Viba – vor allem bekannt für seine Nougatprodukte – sprang auf und entwarf eine Zeitungsanzeige, in der das Unternehmen Döpfners Behauptung in Bezug auf das eigene Unternehmen zurückwies. „Unsere Markenfarbe ist rubinrot, aber wir sind keine Kommunisten“, heißt es da in der Annonce. „Unsere Produkte sind überwiegend braun, aber wir sind keine Faschisten.“ Tatsächlich bestehe die Belegschaft überwiegend aus „Ossis“ – und darauf seien die „Vibaner stolz“. Auch das Nachrichtenmagazin Spiegel berichtete.
Um die Anspielungen auf Döpfners Ossi-Bashing zu verdeutlichen, legt das Unternehmen mit einer klaren Kaufempfehlung nach: Demnach gab es am Dienstag die „Classic Nougatstange zum Preis der BILD-Thüringen“. Diesen Euro sollen die Menschen ganz bewusst investieren. Der letzte Satz der Werbung ist ein Aufruf, die Zeitung nicht zu kaufen. Denn: „Einen Euro kann man nur einmal ausgeben.“
Döpfner hat mittlerweile für seine Entgleisungen öffentlich um Entschuldigung gebeten. „Mir gelingt es nicht immer, private Nachrichten im korrekten Ton zu schreiben“, so Döpfner. Sein Handy werde manchmal zum „Blitzableiter“.
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Die Wochenzeitung Die Zeit hatte am Donnerstag über Nachrichten berichtet, die bei Springer konzernintern verschickt worden sein sollen. Das Blatt berief sich auf Dokumente, die aus den vergangenen Jahren stammen sollen. Es handele sich um E-Mails und Chatnachrichten aus dem engsten Führungskreis des Medienkonzerns, viele seien vom Springer-Chef selbst, so die Zeitung.
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