Nach Mordaufrufen im Internet

Polizei fordert bessere Schutzausrüstung

Die Gewerkschaft reagiert auf ein Video, das im Netz für Aufsehen sorgt.

Andreas Kopietz
1 Min
SEK-Beamte im Einsatz (Symbolbild).

SEK-Beamte im Einsatz (Symbolbild).

© picture alliance / dpa

Angesichts der Drohungen fanatischer Islamisten gegen Polizisten fordert die Gewerkschaft der Polizei, dass sich die Behörde besser auf die neue Bedrohung einstellt. „Unsere Kollegen stehen im Fokus von Terroristen“, sagte Gewerkschaftssprecher Benjamin Jendro am Freitag.

„Dass öffentlich damit geworben wird, wie man Polizisten auch als Laie ausschalten kann, macht deutlich, wie wichtig eine bessere Schutzausrüstung sowie gut strukturiertes Anti-Terror-Training wären.“

73 potenzielle Täter in Berlin

Wie berichtet, wurde im Internet ein Propaganda-Video verbreitet, in dem die Terrororganisation „Islamischer Staat“ ihre Anhänger in Deutschland dazu aufruft, Polizisten zu töten. In dem Film werden dazu genaue Anweisungen für Messerangriffe gegeben.

In Berlin leben 73 Personen, denen die Polizei solche Taten zutraut – sogenannte islamistische Gefährder. Sie werden seit dem Terroranschlag vom Breitscheidplatz stärker observiert. Schon seit längerem werden auf salafistischen Nachrichtenseiten Anleitungen zum Verüben von Terroranschlägen „mit einfachen Mitteln“ wie Autos oder Küchenmessern verbreitet.

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