Demonstrationen

Nach Nawalnys Tod: Großer Protest vor russischer Botschaft

Auch in Deutschland sind viele erschüttert über den Tod von Kremlkritiker Alexej Nawalny. Vor der russischen Botschaft wird am Sonntag wieder protestiert.

dpa
2 Min
Menschen stehen nach dem Tod des Regimekritikers Alexej Nawalny vor der russischen Botschaft in Berlin-Mitte vor Blumen.

Menschen stehen nach dem Tod des Regimekritikers Alexej Nawalny vor der russischen Botschaft in Berlin-Mitte vor Blumen.

© Fabian Sommer/dpa

Kurz vor der für 14.00 Uhr angemeldeten Demonstration hatte die Protestgruppe Pussy Riot eine eigene Aktion gestartet. Ein Polizeisprecher sagte, mehrere Personen mit rosafarbenen Hauben und Transparenten seien zur Botschaft gekommen und wenig später wieder abgezogen. Zwischenfälle habe es nicht gegeben. Auf Bildern in sozialen Netzwerken war zu sehen, wie etwa ein Dutzend Menschen mit leuchtend rosafarbenen Sturmhauben vor der Botschaft ein Transparent mit der Aufschrift „Mörder“ hielten.

Pussy Riot erklärte, auch für Mitglieder der Gruppe sei die Situation bedrohlich. „Wir rufen die internationale Gemeinschaft dazu auf, sich solidarisch zu zeigen und sich für Gerechtigkeit einzusetzen“, erklärte die Gruppe. „Die Ermordung von Alexei Nawalny und die Bedrohung von Pussy-Riot-Mitgliedern sind Angriffe auf die Grundwerte von Freiheit, Gerechtigkeit und Menschenwürde, die wir entschlossen verteidigen müssen.“ Wegen Protesten in Russland waren Mitglieder der 2011 gegründeten Gruppe dort zu langen Haftstrafen verurteilt worden.

Die russischen Behörden hatten den Tod des 47-jährigen Aktivisten und Oppositionspolitikers Nawalny in einem russischen Straflager am Freitag bekannt gemacht. Noch am selben Tag hatten viele hundert Menschen in Berlin und anderen deutschen Städten demonstriert. 

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