Kriminalität

Nach Öffentlichkeitsfahndung: Messerstecher von Dresden stellt sich

Die Polizei hat den zweiten Verdächtigen nach der Attacke auf einen US-Touristen gefasst. Der 20-Jährige stellte sich selbst.

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Der Hauptverdächtige aus der Dresdner Straßenbahn stellt sich den Behörden.

Der Hauptverdächtige aus der Dresdner Straßenbahn stellt sich den Behörden.

© Robert Michael/dpa

Im Fall der Messerattacke auf einen US-Touristen in Dresden haben die Ermittler einen weiteren Erfolg erzielt: Am Freitagnachmittag stellte sich der zweite gesuchte Tatverdächtige der Polizei. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten, wählte der 20-jährige Syrer den Notruf und gab seinen Standort im Stadtteil Cotta an. Wenig später wurde er dort von Einsatzkräften festgenommen. Nun soll er einem Ermittlungsrichter vorgeführt werden, der über den Vollzug der Untersuchungshaft entscheidet.

Bereits zuvor hatten die Ermittler den Namen und ein Foto des Mannes veröffentlicht. Der Syrer soll in der Nacht auf den 24. August gemeinsam mit einem Komplizen einen 20-jährigen US-Bürger in der Straßenbahnlinie 7 brutal attackiert haben. Einer der Angreifer schlug das Opfer mit der Faust, der andere zückte ein Messer und fügte dem Touristen schwere Schnittwunden im Gesicht zu. Ein Tatverdächtiger war bereits am Dienstag festgenommen worden. Der zweite befand sich noch auf der Flucht, bis er sich jetzt selbst stellte.

US-Tourist wollte Frauen schützen

Bei dem Opfer handelt es sich um John Rudat aus New York. Der 20-Jährige befand sich zu Besuch bei seiner früheren Gastfamilie in Dresden. Laut Polizei war er couragiert eingeschritten, als die beiden Männer mehrere Frauen in der Bahn belästigten. Daraufhin geriet er selbst ins Visier der Angreifer. Der junge Amerikaner erlitt schwere Gesichtsverletzungen und musste in der Klinik behandelt werden.

Rudat meldete sich inzwischen selbst auf Instagram. Dort postete er Fotos, die ihn mit Verbänden und Blutergüssen zeigen. „Ich bin dankbar für die Unterstützung“, schrieb er – und kündigte an, trotz der Verletzungen weiter stark bleiben zu wollen.

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