Berlin - Rund fünf Wochen nach einem Gerichtsurteil schließt die Berliner Neonazi-Kneipe „Zum Henker“ endgültig. Der Wirt werde die Räume im Stadtteil Niederschöneweide (Treptow-Köpenick) zum Ende des Monats verlassen, sagte ein Sprecher der ZBI-Immobiliengesellschaft am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa. Darauf hätten sich die Anwälte geeinigt.
Die Kneipe in der Brückenstraße galt seit ihrer Eröffnung 2009 als einer der wichtigsten Treffpunkte von Rechtsextremisten in Berlin.
Das Landgericht hatte Mitte Februar die Räumung des Lokals angeordnet. Im Prozess hatte die Immobiliengesellschaft als Vermieter recht bekommen. Sie hatte sich durch die Einrichtung des Rechtsextremisten-Treffs getäuscht gesehen und den Mietvertrag gekündigt. Das Urteil ist nach Angaben des Kammergerichts mittlerweile rechtskräftig. (dpa)
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