Clubszene

Halbnackt rausgeworfen: Berliner Club entschuldigt sich nach Rassismus-Vorwürfen

In einem Video beschuldigte ein Mann Mitarbeiter des Clubs Revier Südost, ihn wegen seiner Hautfarbe anders behandelt zu haben. Nun soll es ein Gespräch geben.

Team News Eva Maria Braungart dpa/eb
2 Min
Die Fassade des Revier Südosts in Niederschöneweide.

Die Fassade des Revier Südosts in Niederschöneweide.

© imago/Ralf Müller

Als er die Türsteher darauf hinwies, noch seinen Rucksack mit seiner Kleidung zu brauchen, sollen diese ihn weiter zur Tür geschoben haben. Die vom Gast angeführten Befürchtungen, auf der Straße rassistisch oder homophob angegriffen zu werden, sollen den Türstehern egal gewesen sein. Das Video wurde mehrfach auf sozialen Medien geteilt, viele solidarisierten sich mit dem Gast.

Das Revier Südost hatte daraufhin alle für das Wochenende geplanten Partys abgesagt und zugesichert, den Vorfall aufzuklären. Die Mitarbeiter hätten die Situation anders beschrieben als der Gast, hieß es nun. Das habe gezeigt, „dass unsere bisherigen Bemühungen zum Thema Awareness (Bewusstsein) nicht ausreichen“. Nun soll es erneut Schulungen geben. Auch ein persönliches Gespräch mit dem Gast mit einer Mediatorin als neutrale Dritte sei vereinbart worden.

Das Revier Südost ist auf dem Gelände der ehemaligen Bärenquell-Brauerei untergebracht. Geleitet wird der Club von den Betreibern der Griessmühle, einem ehemaligen Techno-Club in Neukölln, der im vergangenen Jahr schließen musste. In dem Club gab es Mitte Juni ein Corona-Pilotprojekt.

Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: briefe@berliner-zeitung.de