Sie berechnet dafür einen höheren Tarif, der sich konkret aus der geschätzten Zahl der Besucher ergibt. Über die Preissteigerung gab es unterschiedliche Angaben. Die Gema sprach von Mehrkosten in Höhe von 638 Euro, Organisatorin Hofmann von 8.000 Euro. Diese Summe könne sie niemals zahlen, weil es im festgelegten Zuschuss von 24.200 Euro keinen Posten für unvorhersehbare Erhöhungen gebe. Die Aufregung war groß, doch dann war auch wieder Ruhe.
Es tönt weiter!“
Jetzt kündigen die Organisatoren unter dem Motto „Sommer-Sonne Sonntag!“ an, dass es mit der Fête de la Musique am 21. Juni 2015 – es ist ein Sonntag – einen „heiter-entspannten Sommerauftakt“ geben werde. Das Fest beginnt um 16 Uhr und dauert bis 22 Uhr, danach wird drinnen weitergefeiert. Wer auf der Straße spielen will, braucht keine Erlaubnis, sollte aber Krankenhäuser und Altenheime meiden und ebenso Verstärker und Generatoren.
An 106 Orten in allen Bezirken der Stadt werden Bühnen aufgebaut, darunter an so bekannten Orten wie dem Mauerpark in Prenzlauer Berg sowie Kuchenkaiser und Golgatha in Kreuzberg. Neu dabei sind der Labsaal–Alter Dorfkrug in Lübars, das Café Dollinger am Stuttgarter Platz, die Willner-Brauerei in Pankow, das Eschschloraque Rümschrümp im Haus Schwarzenberg sowie Mein Haus am See am Rosenthaler Platz in Mitte. Im Strandbad Weißensee findet ein Carribean Splash statt, nah am Wasser liegen auch die Hafenbar Tegel und das Yaam. Zehn Kirchen haben geöffnet, darunter die Französische Friedrichstadtkirche am Gendarmenmarkt und die Gethsemanekirche in Prenzlauer Berg.
Insgesamt spielten Musiker auf 79 Open Air- und 26 Indoor-Bühnen. Manche Künstler setzten sich auch einfach auf den Bürgersteig und packten ihre Instrumente aus...
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...andere musizierten vor Restaurants, wie hier in der Oderberger Straße.
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Prinz Pi rappte bei der Fête de la Musique im Mauerpark.
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Der Berliner Rapper wurde in Zehlendorf geboren und trat früher unter dem Künstlernamen Prinz Porno auf.
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Ruhiger ging es bei einer Jam-Session der Hausband in der Einfahrt Kastanienallee 80 zu.
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Portugiesischer Folk des Duos Lavoisier gab es im Nikolaiviertel zu hören.
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Im ganzen Berliner Stadtgebiet gab es bei dem eintägigen Musikfest Fête de la Musique Rock, Pop, Funk, Jazz, Punk oder Folk. Auch unbekannteren Künstlern bot das weltweit internationale Straßenfestival eine gute Plattform. Die Band Television Knockout spielte in der Kastanienallee.
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Der kleine Oskar (2 Jahre) war mit seiner Familie in die Marienburger Straße gekommen. Und applaudierte den Hip Hop Tänzern.
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Ab 16 Uhr drängelten sich die rund 10.000 Besucher vor der Bühne.
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Und feierten ihre Stars.
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Den Sommeranfang leitete Meike Schrader mit dem Keyboard auf der Bühne Aznavourian in der Rykestraße ein.
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Die Besucher versammelten sich rund um das Denkmal "Heiliger Georg".
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Beim Abenteuerspielplatz in der Kollwitzstraße spielte die Schülerband i.magine.
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Mit Wunderkerzen in der Hand schunkelten sich die Fans der Band in den Abend.
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Zum Tamburin tanzten die jungen Besucher am Kollwitzplatz.
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Die Band Harthof lockte Schaulustige in der Sredzkistraße/Knaackstraße an.
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Die Gruppe Ian Late spielte vor dem Café Fleischmöbel, Oderberger Straße.
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Aktiver ging es in der Kulturbrauerei zu: Eine Swing-Band lud zum Tanz auf die Bühne im Frannz Garten.
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Blasmusik spielte die Zentralkapelle Berlin unter der U-Bahn Schönhauser Allee.
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Vor Konnopke gaben die Musiker ihr Können zum Besten.
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Ein Akkordeon im Gepäck hatte die Band Hauptstadt Polka. Sie spielte in der Pappelallee.
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Am gleichen Ort musizierten Gäste aus Wien.
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Eine Menschenmenge bildete sich um die Musiker vor dem Restaurant Butter.
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Schon leicht eingesetzt hatte die Abenddämmerung beim Spiel von All Button In in der Oderberger Straße.
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Und was wurde aus dem Streit mit der Gema? Was für ein Streit? Die Gema akzeptiert jetzt eine wochentags-spezifische Schätzung der Besucherzahlen (in der Woche kommen nun mal weniger), die Veranstalter wechselten zu einem günstigeren Provider für ihren Internetauftritt und ein Mitarbeiter des sechsköpfigen Teams hat aufgehört. Seine Arbeit müssen nun die anderen übernehmen, aber man spart eben auch Geld.
Bis 2017 ist das Musikfest nun finanziell abgesichert. „Es tönt weiter!“, sagt Simone Hofmann.
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