Nach schweren Überschwemmungen in Nepal ist der Verbleib von 403 Touristen unklar. Die nepalesische Tourismusbehörde hatte zuvor auf X von 387 vermissten Reisenden geschrieben. Unter ihnen sind demnach unter anderem Staatsangehörige aus Indien, Großbritannien und den USA. Bei zahlreichen Personen war die Staatsangehörigkeit bei zunächst nicht bestätigt.
Santosh Panta, leitender Beamte des Nepal Tourism Board, erklärte laut der Deutschen Presse-Agentur, dass unter den Vermissten auch Deutsche seien. Aus dem Auswärtigen Amt in Berlin verlautete gegenüber der Nachrichtenagentur AFP jedoch, es habe derzeit „keine Kenntnis von deutschen Staatsangehörigen unter den Betroffenen“. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der deutschen Botschaft in Kathmandu stünden mit den örtlichen Behörden „im engen Kontakt“.
Mindestens 157 Menschen sind bei der Flut ums Leben gekommen. Zusammen mit von den chinesischen Behörden gemeldeten drei Toten im an Nepal angrenzenden Tibet starben nach Angaben von Mittwochabend mindestens 160 Menschen infolge der Katastrophe.
Die Überschwemmungen trafen am Mittwoch vor allem Gebiete im Himalaja nahe der Grenze zu Tibet, wie Reuters berichtet. Im nepalesischen Bezirk Rasuwa wurden demnach Häuser und Straßen von den Wassermassen mitgerissen.
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Xi Jinping ordnet Such- und Rettungsmaßnahmen an
Besonders betroffen sind die Orte Syapru Besi und Timure. Rettungshubschrauber konnten Reuters zufolge dort zunächst nicht landen, weil der Fluss Bhote Koshi weiterhin über seinem normalen Pegel stand. Regierungschef Balendra Shah forderte Bewohner in gefährdeten Gebieten entlang des Flusses auf, sich in höher gelegene Gebiete zu begeben.
Im chinesischen Tibet meldeten die Behörden dem Bericht zufolge mehrere Vermisste, nachdem ein Erdrutsch den Grenzübergang Gyirong getroffen hatte. Der chinesische Präsident Xi Jinping ordnete laut der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua an, umfassende Such- und Rettungsmaßnahmen einzuleiten.
Die Ursache des aktuellen Hochwassers war zunächst unklar. Nepals Außenminister Shisir Khanal erklärte laut Reuters, erste Berichte würden darauf hindeuten, dass ein Erdbeben in der Region eine Lawine ausgelöst und die Überschwemmungen verursacht haben könnte.
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