Ukraine

Nach umstrittenen Bericht: Amnesty-Co-Chef tritt zurück

Die Menschenrechtsorganisation hatte der ukrainischen Armee vorgeworfen, Zivilisten unnötig gefährdet zu haben. Nun ist einer der Gründer zurückgetreten.

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Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International ist in die Kritik geraten (Symbolbild).

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International ist in die Kritik geraten (Symbolbild).

© dpa/Britta Pedersen

Der Co-Gründer von Amnesty International, Per Wästberg, ist zurückgetreten. Dies teilte osteuropäische Nachrichtenagentur Nexta am Mittwoch auf Twitter mit. Grund für seinen Rücktritt sei der umstrittene Bericht der Organisation zum Krieg in der Ukraine.

Amnesty International warf der ukrainischen Armee vergangene Woche vor, durch ihre Militärtaktik unnötig Zivilisten gefährdet zu haben. Das ukrainische Vorgehen sei „ein Verstoß gegen humanitäres Völkerrecht“, das nicht durch den „völkerrechtswidrigen russischen Angriffskrieg“ gerechtfertigt werde. Der Bericht wurde scharf kritisiert, die ukrainische Regierung wies die Vorwürfe entschieden zurück.

Die Menschenrechtsorganisation wolle „eine Amnestie für den terroristischen Staat (Russland) erlassen und die Verantwortung vom Aggressor dem Opfer zuschieben“, sagte Selenskyj am Donnerstag in seiner täglichen Ansprache.

Als Reaktion auf den Bericht war am Samstag bereits die Leiterin des Ukraine-Büros der Menschenrechtsorganisation, Oksana Pokaltschuk, zurückgetreten.

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